KInote #10: Spezial – Amerika im Auge des Sturms – Mit Dr. Gero Nordmann

Shownotes

Persönliche Erinnerungen an die Zeit in den USA im September 2001
Von der Forschung am MIT über die Finanzkrise zur Transformation in Unternehmen
Was politische, gesellschaftliche und technologische Umbrüche verbindet

Im August 2001 kommt Gero Nordmann in die Vereinigten Staaten. Der promovierte Chemiker beginnt als Postdoc seine Arbeit am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Der Wechsel von Göttingen nach Cambridge bedeutet für ihn zunächst vor allem einen wissenschaftlichen Aufbruch. Nur wenige Wochen später verändert sich die Situation grundlegend. Am Morgen des 11. September erfährt Nordmann in seinem Labor zunächst von einem vermeintlichen Flugzeugunglück in New York. Wenig später steht er mit Kolleginnen und Kollegen in den Korridoren des MIT und sieht auf einem Bildschirm, wie das zweite Flugzeug in das World Trade Center fliegt.

In diesem KInote-Spezial sprechen wir mit Dr. Gero Nordmann über ein Vierteljahrhundert, in dem sich persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Veränderungen immer wieder zu verbinden scheinen. Ausgangspunkt ist sein Buch Amerika im Auge des Sturms, in dem er seine Jahre in den Vereinigten Staaten verarbeitet. Das für ca. zwei Stunden geplante Gespräch führt vom MIT nach New York und Charlotte, vom 11. September 2001 über die Finanzkrise und die Wahl Barack Obamas 2008 bis in die Gegenwart.

Transkript anzeigen

00:00:09: Herzlich willkommen zu Keynote, dem Wissenschaftspodcast der Forschungsgruppe KIVIT.

00:00:14: Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

00:00:19: Sie hören heute Amerika im Auge des Sturms – ein Keynote-Spezial zum elften September.

00:00:26: Zu Gast ist heute der Naturwissenschaftler und Manager Dr.

00:00:29: Gero Nordmannen.

00:00:31: Im Gespräch geht es um seine persönlichen Erlebnisse mit Nine Eleven in Amerika die Zeit als Postdoc am renommierten MIT, um Projekte und Personalführung in internationalen Unternehmen.

00:00:42: Und schließlich die Folgen der künstlichen Intelligenz für die Arbeitswelt.

00:00:47: Mit Gero Nordmann unterhält sich Marcel Schütz, Professor für Organisation von der Forschungsgruppe KIVIT.

00:00:53: Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltungen und spannende Erkenntnisse!

00:00:58: Herzlich willkommen bei Keynote – dem Wissenschaftspropcast der Forschungskruppe Kivit.

00:01:04: Künstliche Intelligenzen in der Wissenschaft.

00:01:08: Unser heutiger Gast Gero Nordmann hat Amerika in unterschiedlichen Rollen erlebt, kennengelernt als Wissenschaftler am denommierten MIT später in der Industrie und im Management und er war dabei zweimal ungewöhnlich nah an historischen Umbrüchen – zwei Tausend Eins bei den Anschlägen vom Elften September und Zwei Tausends Acht zur Finanzkrise.

00:01:36: Wir wollen heute einen ja breiten Bogen schlagen von den Entwicklungen in den USA vor fünfundzwanzig Jahren zum elften September über die Zeit der Finanzkrise, über die Erfahrungen an einem ausgewiesenen Forschungsinstitut.

00:01:57: Über technologische Veränderungen und passend zum Titel unseres Podcasts natürlich auch Soll es gehen um künstliche Intelligenz als Teil, als Aufgabe der Unternehmensführung und der Unternaeungsgestaltung?

00:02:11: Denn unser Gast ist verantwortlicher für Projekte und die Entwicklung eines großen Unternehms daran mitbeteiligt.

00:02:20: Es geht also auch um Technologie, Wissen und Arbeit unserer Zeit!

00:02:26: Ausgangspunkt unseres Gespräches ist dabei das Buch Amerika im Auge des Sturms von Gerro Nordmann.

00:02:33: Wir werden heute einige Plicke auf diesen Text richten, der auch im Anschluss verfügbar ist im Internet als Download auf der Seite dieser heutigen Folge in den Show Notes.

00:02:46: Aber zunächst eine kleine Vorstellung von Jonathan Wilhelm.

00:02:55: Manche Lebensläufe verbinden sich auf besondere Weise mit den großen Umbrüchen ihrer Zeit.

00:03:01: Bei unserem heutigen Gast beginnt eine solche Verbindung im August, zwei tausend eins.

00:03:06: Gero Nordmann kommt in die Vereinigten Staaten um ein Massachusetts Institute of Technology Kurz MIT zu forschen.

00:03:15: Wenige Wochen später erlebt er dort die Anschläge vom elften September und damit den Beginn einer politischen und gesellschaftlichen Zäsur die die USA und die internationale Ordnung nachhaltig verändern wird.

00:03:28: Doch mit dieser Zeit ereignet sich nicht nur Weltgeschichte, sondern auch eine sehr persönliche Geschichte!

00:03:34: Nach den Anschlägen besucht Nordmann am MIT einen Vortrag von Noam Chomsky.

00:03:39: In diesem Kontext lernt er seine spätere Frau kennen – Alberto Galino, eine italienische theoretische Physikerin, die heute im Machine Learning arbeitet.

00:03:49: Auch die folgenden Jahre in den Vereinigten Staaten schreiben sich in die Familiengeschichte ein.

00:03:54: Zwei ihrer drei Söhne werden zehnt und zwölf in Charlotte, North Carolina geboren – also in den Jahren nach der großen Finanzkrise.

00:04:03: Gero Nordmann ist promovierter Chemiker.

00:04:05: Nach seiner Promotion an der Universität Göttingen arbeitete er von zwei-tausend Eins bis zwei-tausend Drei als Postdoctoral Associate am MIT und entwickelte dort chemische Prozesse für industrielle pharmazeutische Anwendungen.

00:04:20: Danach führte ihn sein Weg von der Wissenschaft in die Industrie.

00:04:24: Zunächst arbeitete er in Forschung und Entwicklung bei BASF, später in verschiedenen Managementfunktionen in Deutschland und den USA.

00:04:33: Es folgten unter anderem Führungspositionen bei Merck & Siegmar Aldrich.

00:04:38: Heute ist Nordmann Group Chief Project ein People Officer der Glatt Group im Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Frankreich.

00:04:46: Dort verantwortet er unter anderem Personal IT, Marketing neue Geschäftsfelder Qualitätssysteme und Projektmanagement in einem international aufgestellten Unternehmensgruppe mit rund dreitausend Beschäftigten.

00:05:00: Zu seinen Aufgaben gehört auch der Aufbau von Kompetenzen in den Bereichen künstlicher Intelligenz und Data Science.

00:05:06: Innovation und Transformation ziehen sich wie ein roter Faden durch sein beruflichen Weg.

00:05:12: In seinen Vorträgen beschreibt Nordmann Innovation pragmatisch als etwas Neues, das bei Kunden erfolgreich ist und Unternehmertum als ein Prozess des Ausprobierens, Lernens, Weitermachens und Wachsens.

00:05:24: Seine Erfahrungen in den Staaten hat Nordmann auch als Auto verarbeitet – in seinem Buch Amerika im Auge des Sturms blickte auf ein Land zurück, dass er nicht nur als Forschungsstandort- und Wirtschaftsaum kennengelernt hat sondern auch als persönlichen Lebensmittelpunkt.

00:05:40: Die Anschläge vom elften September, die Jahre danach und später.

00:05:43: die Finanzkrise bilden nicht allein historische Kulissen.

00:05:47: Sie sind eng mit seiner eigenen Biografie und der seiner Familie verbunden.

00:05:52: Wissenschaft und Industrie, Deutschland und die Vereinigten Staaten – Gero Nordmann hat viele Veränderungen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erlebt.

00:06:00: Dabei zieht sich die Frage wie Menschen und Organisationen mit Veränderung umgehen?

00:06:05: Wie ein roter Faden durch seinen beruflichen und persönlichen

00:06:08: Weg.

00:06:12: Danke, ich freue mich sehr auf unser Gespräch.

00:06:17: Ja Gerdo Nordmann wir kennen uns über einen Zeitungsartikel.

00:06:23: ja man höre und staunen.

00:06:24: tatsächlich kann man sich noch über einen Artikel in einer klassischen Tageszeitung kennenlernen.

00:06:31: es entstand das darf ich sicherlich erwähnen über ein Mail Kontakt der sich zu einem telefonischen Austausch alle Jahre wieder, kann man sagen, entwickelt hat.

00:06:43: und wir sind auf die Idee gekommen ob nicht eine Folge sehr passend sein könnte einen Blick zu werfen.

00:06:51: Auf dein Buch?

00:06:52: Auf deine Erfahrung in den USA zwischen politischen Entwicklungen technologischen Entwicklungen und anlässlich des Jahrestages das fünfundzwanzigste September ist es natürlich eine Gelegenheit.

00:07:08: Wir stehen beide der Herausforderungen gegenüber, dass wir sehr viel eigentlich miteinander zu besprechen hätten.

00:07:18: Wir müssen ein bisschen gucken wie wir uns durch die Themen leiten lassen aber dein Buch bietet dazu denke ich eine ganz ausgezeichnete Grundlage.

00:07:28: Bevor wir heute etwas ausführlicher auf den elften September und diese besondere Situation Deine Ankunft vor fünfundzwanzig Jahren in den USA zu sprechen kommen.

00:07:40: Würde ich einmal kurz dich fragen wollen du bist gestartet wie wir eben auch gehört haben im Einspieler als Postdoc, als junger Wissenschaftler Ende zwanzig in den USA am renommierten MIT.

00:07:58: das ist eine Station die mit einer gewissen auszeichnung verbunden ist.

00:08:04: wie hast du damals diesen wechsel erfahren?

00:08:06: wir sind hier ja eine wissenschaftspotkast und es bietet sich an in einem wissenschafts podcast auch.

00:08:13: auf solch eine staatende wissenschaftliche Karriere zu schauen.

00:08:17: Unsere eigenen Doktoranden dürfte das ganz sicherlich in unserem Projekt auch interessieren, vor fünfundzwanzig Jahren war die universitäre Welt in Deutschland auch noch ein bisschen anders als heute.

00:08:29: mit welchen Erwartungen bist du an diesem Forschungsstandort in den USA gewechselt?

00:08:36: Ja danke Marcel.

00:08:37: interessante Frage.

00:08:39: um direkt auf die Antwort zu kommen was mir ziemlich schnell aufgefallen ist.

00:08:44: Die Arbeit war von vornherein viel zielgerichteter, also das Ergebnis stand immer im Vordergrund.

00:08:52: Publikationsfähigkeit sowieso... mir liegt das Wort Weitschweifiger, also viel weniger Weitschwäfige Art zu arbeiten als vorher.

00:09:02: und Göttingen war jetzt auch noch eine Hochburg in dem wissenschaftlichen Umfeld, in dem ich da tätig war So ein bisschen von einem sehr guten Sportwagen in Formel eins Auto umzusteigen, einfach weil diese Leistungsfähigkeit und Bereitschaft da ganz anders nochmal abgefragt wurde.

00:09:23: Von Tag Eins an was in der Wissenschaft natürlich zwei Seiten der Medaille hat, weil Wissenschaft sich ja dadurch auszeichnet echte Wissenschaft dass nicht alles sofort funktioniert.

00:09:35: Manchmal kann man drücken und schieben, wie man will gerade in experimentellen Wissenschaften.

00:09:39: Das Gras wächst nicht schneller.

00:09:41: also ich will das gar nicht werden.

00:09:43: aber du hast ja gefragt, wie mein erstes empfinden war und ich habe es dann auch genossen weil die Dinge bei mir da auch recht schnell im Labor funktioniert haben was auch da gehört auch immer ein bisschen Glück zu.

00:09:55: Im heutigen Spezial gibt es auch einen kleinen wenig Musik.

00:09:59: Du hast dir Bach gewünscht.

00:10:01: Vier kurze Stücke klang voll dazu mehr in den Show-Notes dieser Folge.

00:10:08: Magst du kurz sagen, was es damit auf sich hat?

00:10:11: Dein Bezug zur Musik von Bach!

00:10:13: Ja gerne ganz kurz.

00:10:15: das wohl temperate Klavier von Bach hat mich eigentlich seit meinem späten Schultagen immer wieder begleitet und zieht sich wie so ein roter Faden durch mein Leben und vielleicht auch idealerweise durch dieses Gespräch.

00:11:41: Der Übergang von der Promotion in einer Postdoc-Phase ist ja damals, wie heute denke ich verbunden auch mit einer manchmal Richtungsentscheidung.

00:11:51: Die muss nicht endgültig sein aber es kommt eben vor dass sehr viele der Großteil nach der Promotion die Wissenschaft verlässt sich in anderen beruflichen Bereichen betätigt.

00:12:02: Die Promotion ist dafür eine wesentliche Voraussetzung obwohl sie sehr oft nur bequenzt mit der tatsächlichen Tätigkeit dann zu tun hat.

00:12:12: Sie ist eben auch eine Auszeichnung von Fachlichkeit.

00:12:15: in der Vergangenheit, Mit dem wechselnde Post-Doc Phase könntest du so würde ich vermuten die offengehalten haben einen Weg in die Wissenschaft, in die Forschung vielleicht in der Universitätslandschaft selbst oder in Forschung und Entwicklung im Unternehmenskontext zu wählen.

00:12:37: Stand damals bei dir schon fest wie der Weg sich bestenfalls, man hat ja begrenzt Einfluss auch manchmal auf die Dinge das Leben kompis kommt.

00:12:46: Sich entwickeln würde?

00:12:48: war eine wissenschaftliche Karriere im engeren Sinne noch in deinen Optionen vorhanden?

00:12:55: Ja Das war schon so ein bisschen für mich ich sag mal Der Lackmustest Im wahrsten des Wortes nochmal auf diese frage Für mich selber und es war dann ironischerweise So dass Ich Dann von meinem Chef am MIT dann nach zwei Dritteln gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte in USA da weiterzumachen als Assistant Prof.

00:13:13: Und zu dem Zeitpunkt aber auch aus privaten Gründen für mich zurück nach Europa.

00:13:19: und ich möchte einfach mal was anderes machen.

00:13:23: Das war schon bewusst so gewählt und es hat diese Entscheidung für mich leichter gemacht wenn man an der Stelle ist wo man sagen kann okay Hier sehe ich, wie es sozusagen im besten Fall aussieht und das war enorm klärend auch.

00:13:40: Ja?

00:13:40: Das war klärnd!

00:13:41: Und... Ich habe die Entscheidung dann auch bewusst getroffen.

00:13:45: am Ende.

00:13:46: ja.

00:13:46: Dein Buch beginnt im August.

00:13:48: zwei tausend eins.

00:13:50: Abreise in die USA.

00:13:52: Du bist eben ein junger deutscher Wissenschaftler Gehst nach Boston ans MIT und dein damaliger Mitbewohner So erfahren wir im Buch gleich zu Beginn, drückt zum Abschied ausgerechnet Norm Shomsky's Prophet Our People in die Hand.

00:14:09: Shomski der weit bekannte Linguist, große Sprachwissenschaftler aber auch politischer Aktivist am MIT einst Professor und das Ganze ist verbunden mit der Widmung etwas ironisch.

00:14:22: du gingst nun in den Hort des Bösen wenn Du Dich an diesen Gero Nordmann vom August zurückerinnerst.

00:14:31: Mit welchem Bild von Amerika bist du damals denn in dieses Flugzeug eingestiegen?

00:14:37: Wenn man die Worte so spricht, die Assoziation natürlich selbst mit dem elften September im August, ist der Gang in ein Flugzeug noch eine sehr unschuldige Sache und dass man eine Widmung bekommt nun in den Hort des Bösen zu verweisen ist natürlich auch noch kein schlechtes Ohmen.

00:14:58: Ja,

00:14:58: um direkt bei der Widmung zu bleiben.

00:15:00: Ich habe damals tatsächlich geschmunzelt als ich die Widmungen gelesen hab und das hat damit zu tun dass ich familiär geprägt... Ich habe meinen ersten drei Jahre in den USA verbracht mit meinen Eltern also meine ersten drei Lebensjahre und ich hatte ein sehr positives Bild von den USA damals gehabt und natürlich trotz allem kritischer Abstand aber nichtsdestotrotz also die Grundprägung Ja, das war sozusagen mit dem Büchlein einfach aufgrund des Umfangs hundertdreißighundertvierzig Seiten nicht sehr dick.

00:15:32: Roter Umschlag, Taschenbuch und diese Widmung – da musste ich doch lachen!

00:15:36: Ich habe es aber dann tatsächlich in meinen Gepäck gepackt und mitgemacht.

00:15:41: Und insofern ein ganz optimistischer Eindruck.

00:15:44: zunächst einmal spannende Forschungsstation tolles Land und wie ich höre, nicht ganz das erste Mal, dass du dort längere Zeit dich aufgehalten hast

00:15:55: Genau, wobei ich bin nach dieser frühkindlichen Erfahrung dann nur noch nicht richtig erinnern.

00:16:02: Einmal als in der Pubertät für drei Wochen bei Verwandten in USA gewesen.

00:16:08: Insofern war mein Amerika-Bild dann doch schon aus den Siebzigern und als Dreijähriger man das natürlich auch nicht in Erinnerung was einem da widerfahren ist.

00:16:17: aber es steckte und steckt immer noch in mir sozusagen diese frühe Prägung.

00:16:23: sicherlich.

00:16:24: Am elften September bist du drei Wochen in den USA und du beschreibst das im Buch Gehst morgens wie gewohnt über den Charles River ziehst dein Laborkittel an und beginnst mit der Arbeit im Labor.

00:16:39: Irgendwann kommt deine Kollegin hinein und erzählt ein Flugzeug sei ins World Trade Center geflogen.

00:16:48: Für viele Menschen ist das jetzt nach fünf und zwanzig Jahren nach wie vor eine Szene, die sie nicht vergessen werden.

00:16:56: Und man muss schon lange überlegen bis man vergleichbare Szenen von einer solchen zeitlichen Dauer auch in der Vergangenheit gelegen mal abseits von ganz persönlichen eindrücklichen Erfahrungen solche Welt-Szenen so genau zu erinnern.

00:17:12: kannst du noch uns einmal mitnehmen

00:17:17: Tag

00:17:18: am MIT und die Meldung.

00:17:21: Und die erste Wahrnehmung dieser Situation, es fällt auf das in vielen Erinnerungen betont wird ja dass man doch erst einmal damit beschäftigt war wirklich zu realisieren was dort geschieht.

00:17:34: Die ersten Meldungen auch das wird oft erzählt In den letzten Wochen und ganz besonders heute am Jahrestag.

00:17:42: in den ersten Momenten geht man davon aus, das ist ein schlimmer Unfall.

00:17:47: Ein Flugzeugunglück.

00:17:50: aber so langsam realisiert sich ja dann oder lässt sich realisieren was geschehen ist wie es dieser Vormittag dir noch in Erinnerung.

00:18:00: Ja, das war eigentlich... Das ging ganz lustig los.

00:18:03: Eigentlich weil meine Kollegen... Man muss sich das so vorstellen.

00:18:06: wir haben da ein Labor-Trakt geteilt auf beiden Seiten der sozusagen eine Person auf der einen Seite einer auf der anderen und die Kollegin kam zur Tür rein und die war sowieso immer sehr gesprächig schon frühmorgens was bei mir eher nicht so der Fall ist an dem tach ging das sofort los.

00:18:28: also die tür war noch nicht ganz über gerade auf und da hat sie dann meinte sie ja ist sein irgendwie ein flugzeug da ins world trade center und ich habe es hier angeguckt und dann wäre es so ein bisschen okay jetzt halt wirklich einen vogel.

00:18:46: Und dann meinten sie ja nene, es wär ne chestner irgendwie offensichtlich da rein geflogen und das wäre jetzt auch noch nicht klar was da passiert sei.

00:18:56: Und ja, dann haben wir uns da hin und her unterhalten.

00:19:01: Das hat sich innerhalb von Minuten alles manifestiert.

00:19:09: Ich kann jetzt die Minuten danach gar nicht mehr wach rütteln, sondern ich erinnere mich nur, dass wir runter sind.

00:19:19: in den Hauptflur des MIT, der nennt sich Infinite Corridor und das ist tatsächlich ein sehr langer Flur also ich weiß gar nicht wie lange aber ein paar hundert Meter.

00:19:29: Und in diesem Infinite Corridor sind Monitore wo normalerweise irgendwas gezeigt wird und da habe ich dann tatsächlich gesehen wie das zweite Flugzeug live in den zweiten Turm rein ist.

00:19:40: Also wenn ich jetzt ruf den Moment selten wach, aber das war schon sehr verrückt das zu erleben.

00:19:49: Also man traut seinen Augen nicht im eigentlichen Sinne und ich war ja mental schon vorbereitet, weil bis dahin war klar okay das erste Flugzeug war eben auch ein Verkehrsflugzeug und keine Chessner.

00:20:01: aber ja also das war schon fast ein physischer Aufprall ich sag mal oft auf die Netzhaut und das werde ich so auch nicht vergessen natürlich

00:20:15: Und dafür viele dieser Momente natürlich unvergesslich bleibt und man vielleicht doch nicht immer alles parat hat, wie dieser Tag sich ereignete.

00:20:23: Hat Jonathan Wilhelm für uns eine Zusammenstellung gemacht der elfte September mit allen wesentlichen Ereignissen im Überblick.

00:20:32: Es ist ein spätsommerlich freundlicher Dienstagmorgen Der Elfde September.

00:20:36: Zwei Tausend Eins über New York ist der Himmel nahezu Wolken los.

00:20:41: Zehntausende Menschen sind bereits auf dem Weg zur Arbeit oder haben ihre Büros bezogen.

00:20:46: Auch im World Trade Center in Lower Manhattan hat ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag begonnen.

00:20:51: Um acht Uhr, sechsundvierzig endet diese Normalität.

00:20:54: American Airlines Flug Elf unterwegs von Boston nach Los Angeles schlägt in den Nordturm des World Trade Centers ein.

00:21:01: Zunächst ist noch unklar was passiert ist.

00:21:04: Ein Unfall scheint möglich.

00:21:06: Fernsehsender unterbrechen ihr Programm und richten ihre Kameras auf den brennenden Wolkenkratzer.

00:21:11: Polizei- und Feuerwehrrücken mit einem Großaufgebot nach Lower Manhattan aus.

00:21:16: Nur siebzehn Minuten später, um neun Uhr drei, fliegt United Airlines Flug ein, sieben fünf vor laufenden Kameras in den Südturm.

00:21:25: Spätestens jetzt ist klar – das ist kein Unfall!

00:21:29: Die Vereinigten Staaten werden angegriffen.

00:21:33: Zu diesem Zeitpunkt befinden sich noch zwei weitere entführte Passagiermaschinen in der Luft.

00:21:38: Um neun Uhr siebenunddreißig schlägt American Airlines Flug seventy-seven in das Pentagon bei Washington ein.

00:21:45: Wenig später wird der amerikanische Luftraum geschlossen, tausende Flugzeuge müssen landen.

00:21:51: Zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten wird der zivile Flugverkehr über dem gesamten Land

00:21:56: zum Stillstand

00:21:57: gebracht.

00:21:58: In New York kämpfen währenddessen Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungskräfte darum Menschen aus den beiden Türmen zu evakuieren.

00:22:06: Viele von ihnen bewegen sich dabei selbst nach oben Während Tausende versuchen die Gebäude über die Treppenhäuser zu verlassen.

00:22:13: Um neun Uhr neunundfünfzig sechsundfünftig Minuten nach dem Einschlag des zweiten Flugzeugs stürzt der Südturm das World Trade Centers ein.

00:22:22: Vier Minuten später um zehn Uhr drei endet auch der Flug von United Airlines.

00:22:26: dreieinundzig Passagiere und Besatzungsmitglieder haben inzwischen von den Anschlägen in New York um Washington erfahren, und versuchen die Kontrolle über die entführte Maschine zurück zu gewinnen.

00:22:38: Das Flugzeug stürzt schließlich auf einem Feld bei Shanksville im Pennsylvania ab.

00:22:43: Sein mutmaßliches Anschlagstziel erreicht es nicht.

00:22:47: Um zehn Uhr achtundzwanzig stürzte nun auch der Nordturm des World Trade Centers ein.

00:22:53: Nicht einmal zwei Stunden sind vergangen seit das erste Flugzeug eingeschlagen ist.

00:22:59: Am Ende dieses Vormittags sind zwei tausend neunhundert siebenundsiebzig Menschen den Anschlägen zum Opfer gefallen.

00:23:06: Hinzu kommen die Neuzinnatentäter, Menschen aus mehr als neunzig Ländern sterben.

00:23:11: Unter den Opfern sind hunderte Feuerwehrleute, Polizisten und andere Rettungskräfte.

00:23:16: Tausende weitere Menschen werden verletzt.

00:23:20: Viele Einsatzkräfte und Anwohner leiden noch Jahre später unter den gesundheitlichen Folgen von Staub Schadstoffen und den erlittenen Traumata dieses Tages Eben.

00:23:29: jene Spätfolgen sollten in den darauffolgenden Jahren etwa vierhundert weitere Opfer fordern.

00:23:37: Verantwortlich für die Anschläge ist das islamistische Terror-Netzwerk Al Qaeda unter Osama bin Laden.

00:23:44: Die neunzehn Attentäter hatten vier Passagierflugzeuge entführt und sie als Waffen eingesetzt Eine bis dahin nahezu unbekannte Ausführung von Terror aus der Luft.

00:23:54: Drei der mutmaßlichen Piloten hatten zuvor eine Al Qaida Zelle in Hamburg

00:23:57: angehört.

00:23:58: Viele Menschen aus der ganzen Welt erinnern sich bis heute an welchem Ort sie sich bei den ersten Nachrichten auffielten, mit wem Sie gerade sprachen oder womit Sie beschäftigt waren.

00:24:09: Der Einschlag des zweiten Flugzeugs – Menschen auf den Straßen von Manhattan die einstürzenden Türme und die Staubbäugen über New York wurden zu Bildern,

00:24:18: die sich

00:24:18: tief in das kollektive Gedächtnis einprägten.

00:24:23: Doch der elfte September bleibt nicht auf diesen einen Tag

00:24:26: beschränkt.

00:24:27: Die Anschläge verändern die amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik, den Umgang mit Terrorismus – und die gesellschaftliche Atmosphäre im Land.

00:24:36: Es beginnt der sogenannte Krieg gegen den Terror.

00:24:39: Wenige Wochen später greifen die Vereinigten Staaten Afghanistan an.

00:24:43: In dem Jahr für die USA beginnt eine neue politische Epoche.

00:24:57: mit

00:24:57: vielen Nachwirkungen bis zum heutigen Tag.

00:25:00: Für unseren Gast Gero Nordmann fallen diese Ereignisse eine ganz besondere Phase seines Lebens.

00:25:06: Erst wenige Wochen zuvor, im August, war er in die Vereinigten Staaten gekommen um am MIT zu forschen.

00:25:14: Er erlebt den elften September damit als Neuankömmling in einem Land dass er gerade erst kennenzulernen beginnt und das sich vor seinen Augen grundlegend verändert.

00:25:28: An einem solchen Tag stellt man sich die Frage, wie man das mit anderen auch bewältigt.

00:25:35: Wie man teilt Erfahrungen?

00:25:38: Wie man miteinander ins Gespräch kommt?

00:25:40: Das hat ja fast schon sozial- psychotherapeutische Wirkung in einem gesellschaftlichen globalen Verhältnis.

00:25:49: Kannst du dich noch erinnern, wie dieser Tag kommunikativ weiter vonstatten ging?

00:25:55: alle Blickten auf die Monitorde.

00:25:57: Auch das sehen wir jetzt in vielen Reportagen von Flughäfen und Bahnhöfen in Deutschland vom elften September, dass es tatsächlich schon Monitorde gab an manchen Bahnhürfen gefühlt auch mehr als heute noch vorhanden sind.

00:26:13: Bahn TV kennt vielleicht auch keiner mehr.

00:26:17: Irgendwann ist doch dann der Punkt an einem solchen Tag erreicht, wahrscheinlich auch recht schnell.

00:26:24: Da kann man gar nicht weiterarbeiten und auch die folgenden Tage kann ich mir vorstellen waren dort alles andere als erquicklich denn viele hatten ja doch mittelbar oder sogar recht nah Kontakt zu Personen in einem Umfeld das auf die ein oder andere Weise in dieser Anschläge involviert war.

00:26:48: kannst du das auch noch vergegenwärtigen?

00:26:50: diese zeit danach dieser tag und die folgenden tage?

00:26:55: was ist das für ein modus an einem solchen Weltforschungsinstitut, wenn man es so sagen will in dem eigentlich alle damit beschäftigt sind die nächsten Paper zu schreiben.

00:27:07: Die nächsten Messungen durchzuführen?

00:27:09: Zeit ist Geld auch damals schon an einer solchen Einsichtung.

00:27:13: Die Forschung kann eigentlich kaum schlafen und doch wird ja wahrscheinlich alles anders gewesen sein.

00:27:20: Ne witzigerweise war's genauso wie du es beschreibst also das werde ich auch nie vergessen.

00:27:24: Wir sind dann da unten in dem Korridor gewesen und ich weiß nicht mehr, wie wir wieder zurück ins Labor gegangen sind.

00:27:31: Fakt ist... Ich bin dann irgendwann wieder ins Labor zurück und mein Chef hatte auch die Angewohnheit der kam nicht jeden Tag ins Labor aber an dem Tag kann man dann irgendwie ...ich weiß nicht mal wann rein und wir haben ihn natürlich angeguckt.

00:27:45: also Arbeitskreis große Arbeitskreise zehn Postdocs, zwanzig graded students Also dreißig Leute ja hier Was ist jetzt?

00:27:55: Und er hat einfach nur, dazu muss man ja nicht auch kennen.

00:28:01: Ey Leute!

00:28:03: Einfach weitermachen.

00:28:04: Das Leben geht weiter.

00:28:05: Das war schon ziemlich abgefahren auf gut Deutsch und hatte aber eine sehr heilsame Wirkung.

00:28:14: Ich sag mal MIT Style, ich hab dann tatsächlich an dem Abend noch auf der Wiese vor dem Hauptgebäude haben natürlich dann Studenten gesessen.

00:28:21: War noch ein Frühherbstabend, lauer Abend und Sonne und viele Gruppchen standen da Und ich glaube es war auch so eine Art von kleiner Veranstaltung.

00:28:29: Der Dean vom Chemistry Department war dann auch da und der hat dann werde ich nie vergessen gesagt Das MIT war in seiner gesamten Seit seinem Bestehen und das ist witzigerweise im Jahre des Bürgerkriegs.

00:28:44: Achtzehnundsechzig gegründet worden, wenn ich mich richtig erinnere Und es war ein einziges Mal einen Tag geschlossen.

00:28:52: Das war der tag an dem Kennedy ermordet wurde und man hat das MRT am F-Nord nicht geschlossen.

00:28:58: und gleichzeitig kann Ich dir auch sagen dass war dann nicht an dem tag aber das lag in der luft War natürlich die erwartung oder die befürchtung dass wenn ich das World Trade Center in New York attakiere, dass dann Harvard und MIT vielleicht beide in Boston oder Cambridge dann als nächstes dran kommen.

00:29:18: Also diese reale Bedrohung einerseits... ...und die Reaktion von meinem eigenen Chef-Professor.

00:29:29: Da lagen schon Welten zwischen!

00:29:30: Das war natürlich nur ein Mensch der so reagiert hat, der natürlich einen großen Einfluss damals auf meinen Alltag hatte.

00:29:39: In anderen Fällen komplett anders.

00:29:41: Aber ich erzähle das deswegen so ausführlich, weil du ja auch mit der Frage fast schon impliziert hast an Arbeit war ja wohl nicht mehr zu denken.

00:29:49: Fakt ist... Ich habe die Tage danach auch.

00:29:52: wir haben einfach weitergemacht.

00:29:54: Ja?

00:29:55: Punkt!

00:29:56: Dieser Herbst ist ja dann politisch interessant.

00:30:01: Die Buschregierung unter diesem Schock beginnt die Dinge zu ordnen.

00:30:08: Es werden Vorbereitungen angestellt für die Antiterrorgesetzgebung, für Strafverfolgungsmaßnahmen.

00:30:19: Es weht ein anderer Wind im Land.

00:30:21: auch die Vorbereitung für dann die nachfolgenden Einsätze, kriegerischen Einsätze militärische Aktivitäten beginnen.

00:30:32: Wie hast du das erlebt zwischen Normalität?

00:30:35: Amerika ist angegriffen, steht unter Attacke.

00:30:39: Aber Amerika ist nicht untergegangen und das Leben geht weiter.

00:30:43: wie der Dekan so frei mütig ermuntant den Forschenden dort zusprechen wollte.

00:30:51: Wie hat sich das Leben in den Monaten danach dargestellt?

00:30:55: Also das erste was mir da in den Kopf kommt ich werde nie vergessen Das war glaube ich eine Woche später plus minus war ein Vortrag in der kleinen Runde von... Und das ist am EMATI, war das toll.

00:31:10: Vortragt irgendwie um schwarzen Brett von irgendjemandem und dann war das entweder eine Nobelpreisträger oder jemanden, der irgendwas Verblüffendes gemacht hat.

00:31:17: also die Auswahl war da immer recht groß und an einem dieser Abende, der Nachmittage tagsüber sogar, war ein Professor für physikalische Chemie, der sich Stellung bezogen hatte zum Thema Nein, so hieß es damals noch nicht aber zu dem event und der zwischendurch eine zeitlang chef vom FBI war tatsächlich auch.

00:31:42: Solche Dinge zu erleben und dann auch zu hören was dieser man sagt ich kann das nicht mehr im einzelnen wachrufen aber das interessante war dass die Beschreibung der Vorgänge oder die Interpretation dessen, was da geschehen war.

00:31:55: Wie sie sich in der amerikanischen Öffentlichkeit ich sage jetzt mal In den Zeitungen im Fernsehen und so weiter dargestellt hat War völlig anders als das was dieser Mann an dem Nachmittag von sich gegeben hat.

00:32:07: Das ging eher in die Richtung Wir suchen wir wissen nicht wir sind da völlig neuem Terrain werden natürlich sozusagen in der großen Politik nach außen hin, okay wir machen jetzt einen Plan und wir müssen und dies und das und jenes.

00:32:22: Und das fand ich faszinierend!

00:32:23: Das hat mich tief beeindruckt.

00:32:25: In dieser kleinen Welt in Cambridge da auf einem Niveau reflektiert was mir auch ums klar zu sagen damals in den deutschen Zeitungen völlig gefehlt hat weil natürlich die Leute auch viel näher dran waren.

00:32:36: also deswegen sage ich gerade der Mann den ich grade erwähnt habe Natürlich ist er ein Insider, aber noch mal auf eine ganz andere Art als Journalisten oder Politiker.

00:32:48: Das was dazu geführt hat bei mir, dass sozusagen ich das Gefühl hatte, als wenn so ein bisschen der Vorhang vor dem Film mal weggezogen wird und die Eingeweide sehen kann und mir selbst einen Bild machen kann über die Vorgänge damals mit Verwandten, Freunden in Deutschland telefoniert und die hatten sofort ihre Meinungen überhaupt.

00:33:10: Und sowieso und so und dies und das und jenes.

00:33:13: Ich kann im Nachhinein nur sagen... Das war auch der Grund warum ich dann viel Tagelbuch geschrieben habe und woraus wahrscheinlich auch der Impuls meines Buches entstanden ist,... ...das mit der Wirklichkeit ist alles nicht so einfach!

00:33:25: Und es gibt auch einen Grund warum mich dem Buch vorangestellter Perception is Reality.

00:33:31: Das hat damit zu tun wir interpretieren Informationen.

00:33:35: Und manchmal, je nachdem welche Information wir bekommen, interpretieren wir eben auch in eine völlig falsche Richtung die mit den eigentlichen Ereignissen nichts zu tun hat.

00:33:43: und jetzt mache ich einen Sprung.

00:33:44: Fake News – dem Begriff darf es damals noch nicht!

00:33:48: Ich glaube wie die Reise der Medien in den letzten twenty-fünf Jahren hat das ja nochmal auf die Spitze getrieben und ich glaube heute ist das was ich jetzt sage gar nicht mehr so neu.

00:33:58: aber für mich als Person in dem Moment Das war verblüffend, also zu deiner Frage.

00:34:05: Also wo aus sozusagen der öffentlich immer größere Aufkleber mit Amerika fahne und ich höre Vorträge und das ist jetzt nur ein Beispiel, wo wirklich hoch differenziert etwas sehr komplexes besprochen wird.

00:34:20: Und natürlich auch von verschiedenster Seite.

00:34:23: Das war jetzt ein Beispiel und könnte noch in einem anderen Beispiel auch nennen was von einer ganz anderen Warte auf das Ganze drauf blickt Und das ist natürlich, es macht was mit einem.

00:34:33: Vor allen Dingen wenn es um ein Ereignis geht, was punktuell ist und so im Vordergrund steht und so massiv in den Medien.

00:34:39: dann also wirklich diese Bilder mit den brennenden Türmen die sind in den USA gefühlt ein Jahr lang auf jedem Kanal gesendet worden ja?

00:34:52: Also das ist wirklich verrückt wie dass Ja, präsent geblieben ist.

00:34:57: Nicht nur in den Wochen darauf sondern wirklich noch sehr lange

00:35:02: her.

00:35:03: Du hast etwas angesprochen was uns beide in unserer Tätigkeit vielleicht besonders auch verbindet und schon in der Vergangenheit für viele Gespräche gut an das Boot nämlich dass die Wahrnehmung der Wirklichkeit und vielleicht auch besonders von Veränderungen von Transformationen von Umbrüchen sich als etwas sehr Ja, voraussetzungsvolles und auch sehr unterschiedlich in Köpfen und in den Wahrnehmungen der Menschen Darstellendes zeigen kann.

00:35:33: Wie wir Veränderung erleben?

00:35:35: Wie wird die Darstellung eines Ereignisses erleben wie wir Umbrüche wahrnehmen?

00:35:40: es ist eben doch sehr individuell und hängt auch an gesellschaftlichen Vorstellungen an der Art und Weise wie es über Medien transportiert wird diese disruptive, radikale geradezu gewalttätige aggressive Form von Transformation.

00:35:58: Etwa durch Terrorschläge aber auch durch Naturkatastrophen oder andere dramatische Entwicklungen.

00:36:05: das ist das eine.

00:36:07: ich habe vorliegen hier eine Präsentation von dir aus deiner Arbeit als Dozent an der dualen Hochschule in Baden-Württemberg Reframing Business oder wie kommt das neue in die Welt?

00:36:21: Veränderung hat auch mit dem Neuen zu tun, mit Innovation.

00:36:25: Das ist die andere Seite, die vielleicht weniger extreme Seite, mit der du in deinem beruflichen Leben beschäftigt bist und ich in meiner Forschung, wie eigentlich Organisationen Veränderungen veranstalten Wie Sie es schaffen, Neues in die Welt zu bringen, zu innovieren, Umbrüche zu gestalten und zu meistern.

00:36:51: Meine Frage an Dich?

00:36:53: Zweimal bist Du in Extrem-Situationen oder in besonders, sagen wir dramatisch durch austramatischen Situationen ja in einer Konstellation gewesen als Ankömmlinge in einem Land einmal beim elften September dann bei der Finanzkrise, in der so eine Art Umbruchstimmung besteht.

00:37:14: Ist das eine Erfahrung die sich auch auf Transformationen, Veränderungen, Entwicklungen und unterschiedliche Wahrnehmung dessen im Business, im beruflichen Alltag niedergeschlagen hat?

00:37:28: Ich will also sagen gibt es eine Verbindung zwischen der Wahrnehnung solcher extreme Ereignisse vermeintlich weniger dramatischen Umbrüchen, die sich durch technologische Erneuerung, Organisationsveränderungen, Organizationsentwicklung und auch durch die Entwicklungen beispielsweise der künstlichen Intelligenz unserer Arbeitsweisen, unserer Arbeitsgestaltung ergibt.

00:37:56: Ist das eine Wahrnehmung, die es sich niedergeschlagen hat?

00:37:58: Das würde mich einmal interessieren!

00:38:01: Ja die gibt es.

00:38:02: Die ist natürlich sehr individuell, das ist sozusagen meine Lebenserfahrung.

00:38:06: und vielleicht nochmal auf den auf die Finanzkrise.

00:38:10: da war's tatsächlich wieder so drei Wochen vor Bernsterns.

00:38:14: wer sich erinnert damit ging diese Krise los mit dem Zusammenbruch dieser Organisation.

00:38:20: Drei Wochen vorher bin ich in die USA gekommen diesmal für ein Industrieunternehmen und für einen Auslandsaufenthalt und für eine längere Zeit, mehrere Jahre.

00:38:31: Und also wenn man das mehrmals erlebt zum einen war es tatsächlich so... Ich habe mir dann schon die Frage gestellt was hat das mit mir zu tun?

00:38:39: Also da möchte ich jetzt gar nicht weiter.

00:38:42: Das ist auch mehr Augenzwinkern.

00:38:44: Tatsächlich das zweite Mal wo ich in den USA ziehe wirklich drei Wochen später passiert wieder ein Großereignis was wiederum viel nach sich zieht.

00:38:54: auf deine frage dass hat mich insofern täglichen Arbeit bis heute geprägt, weil nur wer so etwas bewusst erlebt und wirklich nah ... ich war auch nah dran.

00:39:05: Weil da war ich dann Charlotte in der zweitgrößten Finanzstadt der USA was die meisten auch Amerikaner nicht wissen.

00:39:13: Da merkt man wie schnell sich Dinge verändern können und vor allen Dingen im Land wo ja eigentlich alles immer perfekt ist zumindest nach außen oder wahr?

00:39:24: also muss man auch dazu sagen Ich war in Zeiten in den USA, wo ich glaube das heute das Selbstbild auch sich verändert hat.

00:39:32: Aber zurück zu der Frage was das sozusagen Bezug auf Transformation und Innovationen, wo die Parallelen sind?

00:39:40: Es hat mehrere auf mehreren Ebenen Paralleln.

00:39:43: also es hat diese Paralle im psychologischen gefühlsmäßigen, was ich gerade geschildert habe oder im Wesen von der eigenen Biografie.

00:39:51: Das Brüche sozusagen zum Leben dazugehören auch jetzt vor allen Dingen wirtschaftliche Brüchen weil das war in beiden Fällen ja der Fall und wir reden ja jetzt von Innovationen auch in Bezug auf neue Dinge die in der Wirtschaft Bedeutung bekommen.

00:40:05: Was sich auch gelernt hat ist es diese Situation auch immer eine Chance sind für was Neues.

00:40:11: Und das ist so ein bisschen wie die Stunde Null, ja?

00:40:13: Die berühmte... Was danach passiert ist wirklich offen weil das Ereignis einzigartig ist und das ist sozusagen unterscheidet diese Situation tatsächlich von der normalen Geschichte, die gefühlt linearer verläuft wobei das auch die Frage ist es nur unsere Wahrnehmung auf der granulären Mikroeben ist sicher nicht der Fall.

00:40:35: wir haben alle unsere Biografien wo sich ständig Dinge ändern Aber jetzt auf Land, die USA bezogen ja so monolitisch wirkt da von außen.

00:40:43: vor allen Dingen hat das wirklich also für mich es auch befreiend weil du merkst Die Dinge können auch ganz anders sein.

00:40:51: wie gesagt jeder bruchzeug neue Möglichkeiten und es war ja tatsächlich dann auch der Fall.

00:40:55: ich hab das auch tatsächlich persönlich praktiziert vor Ort im Geschäftsleben mit einer neuen Produktlinie wo wir völlig neue Ideen ausprobiert haben die zwar auch ohne dieses Ereignis hätten stattfinden können aber die Rezeptivität, die Bereitschaft auch Dritter sowohl im eigenen Lager als auch auf Kundenseite sich auf was Neues einzulassen.

00:41:17: War ich will gar nicht sagen größer aber moduliert anders weil So weitermachen wie vorher ging sowieso nicht.

00:41:25: Also die Finanzkrise für alle, die sich daran nicht erinnern oder das nicht so unmittelbar erleben konnten also in den USA hieß es Nichts geht mehr keine Kredite werden gewährt und das finanzleben Wirtschaftsleben in den usa auch bei den großen Firmen lebt davon dass letztlich alles auf kredit im weiteren Sinne läuft Und das war für mehrere monate völlig eingeladen Zeiträume eingefroren bis zu dem Punkt, dass der Kollaps bevorstand.

00:41:55: Der ist dann abgewendet worden in letzter Minute und wie gesagt es ist eine Situation die andere Möglichkeiten bietet als ein lineares Fortschreiben von Same-Old oder das haben wir immer schon so gemacht.

00:43:27: Aus der deutschen Perspektive oder der Perception, die wir jenseits des Atlantiks vielleicht durchschnittlich haben Von dieser Zeit, zurückblickend betrachtet könnte man sagen ist vielleicht die Finanzkrise.

00:43:42: Die erste schwere Kränkung gewesen des amerikanischen Idealbilds der Vorstellung eines wirtschaftlich prosperierenden Landes das eigentlich für alle Möglichkeiten bietet.

00:43:59: unendliche Kontingenz Aber tatsächlich ist alles auf Kredit gebaut oder zumindest sehr viel.

00:44:07: Sind aus deiner Sicht die Folgen, die wir danach erlebt haben?

00:44:11: in weiteren politischen Umbrüchen – fast jeder hat wahrscheinlich jetzt eine Assoziation und landet später bei Donald Trump unter anderem – sind diese Erfahrungen im Herbst ein Ansatzpunkt zu verstehen, mit was wir es heute wiederum zu tun haben.

00:44:33: Kann man so einen Weitenbogen spannen?

00:44:36: Dass die USA ja fast, will ich sagen Traumata erlitten habe, die sich auch auf die Art und Weise der politischen und gesellschaftspolitischen Entwicklung darauf ausgewirkt hat.

00:44:53: So lese ich das also dieser Bogen in den letzten fünfzehnzig Jahren Und ich habe von des Jahrhunderts bis zum Jahrhundertes bis zum Ende des Jahres in der USA gelebt.

00:45:11: Geht es dir manchmal so, dass du fast durcheinander kommst?

00:45:15: Zu welchen Jahresdaten du in den USA anlässlich einer historischen Entwicklung dich aufgehalten hast?

00:45:24: Es fehlt ja eigentlich nur noch ein Aufenthalt Zur Wahl von Donald Trump.

00:45:30: Ja, das wie gesagt.

00:45:32: deswegen bin ich jetzt auch seitdem nicht mehr hin.

00:45:34: ein kleiner kleiner Scherz.

00:45:36: nein noch mal zu deiner Frage ja Ich glaube tatsächlich ich lese die amerikanische Geschichte des letzten Viertel Jahrhunderts also wirklich der Letzten-Fünfundzwanzig Jahre seit neun Eleven in einer gewissen Art Nicht als Kontinuum aber als eine.

00:45:50: ich sehe da eine Geschichte Die für mich eine innere Logik hat und wie gesagt ich habe die Deswegen hab ich das gerade nochmal Wachgerufen die habe ich von innen und von außen erlebt, also das beide sichten über jahre.

00:46:03: Und das fenomen trump ist für mich wenn ich es mal ganz zu gespitzt formuliere irgendwo in diesem nine eleven und spätestens in der finanzkrise schon irgendwo mit angelegt nämlich dieser dieser wunsch bestimmte probleme aus der welt zu schaffen ums mal platz zu sagen.

00:46:23: und ich bin jetzt Wirklich, das ist jetzt ein sehr breiter Pinsel mit dem ich unterwegs bin.

00:46:27: Aber du stellst ja da eine sehr große Frage und wir versuchen hier wirklich die Zeit seit dem Elften September so'n bisschen zu reflektieren.

00:46:35: Ich glaube tatsächlich wie gesagt dass das Phänomen was sich in den USA gerade abspielt Und das is ja mehr als die Person Trump Was die meisten auch aus Blickwinkel Europa natürlich nicht sehen können Das sind Veränderungen in der gesellschaftlichen Konstru... oder in der Gesellschaft der Vereinigten Staaten, die sich in diesem Vierteljahrhundert manifestiert haben, entwickelt haben und die schlussendlich dazu führen dass jemand wie Trump so eine Politik erfolgreich praktizieren kann.

00:47:05: Weil man muss es ja auch sagen das ist ja erfolgreich im Sinne von er regiert nicht gegen... die Bevölkerung, sondern zu weiten Teilen und in weiten Strecken.

00:47:15: immerhin ist er zum zweiten Mal als Präsident gewählt worden.

00:47:18: Was mit diesen vier Jahren Unterbrechungen meines Wissens auch erst einem gelungen ist vor ihm?

00:47:23: Ja, Grover Cleveland hat das einmal geschafft und hat dann auch eine zweite Amtszeit.

00:47:29: Ich glaube auf deine Frage kann ich keine erschöpfende natürlich Antwort geben!

00:47:34: Versuch das in wirklich groben Zügen mal für mich zu beschreiben.

00:47:37: Da wäre noch viel mehr sozusagen, aber ich glaube dass springt den Rahmen dann...

00:47:43: Mir ist in deinem Buch aufgefallen, dass du dieses Buch ja eigentlich geschrieben hast als ein fortlaufendes Tagebuch kann man sagen?

00:47:52: Das macht auch den Charme, den Seiz des Buches aus!

00:47:55: Man hat immer ein bisschen den Eindruck es bewegt sich zwischen Lomanen, den man fast dort erreicht oder eine Eine zählerische Darstellung einerseits, aber andererseits auch eine Wiedergabe mehr als protokollarisch.

00:48:10: Also schon mit einer angenehmen lesbaren, versettenreichen Darstellung des Lebens.

00:48:17: viele Otöne, viele Begegnungen auf der Straße in Supermärkten und in der Nachbarschaft auf Veranstaltungen.

00:48:27: Mir ist aufgefallen die Beschreibung auch des nachbarschaftlichen Milieus.

00:48:33: Man hat manchmal den Eindruck, das ist fast wie ein Klischeebild für einen Deutschen der USA.

00:48:39: es gibt dort diese eine Szene Da erzählst du dass ihr dann auch darauf hingewiesen wurdet von dem man könne sagen Platzwart der Siedlung Dass der Rasen jetzt zu schneiden ist der Mann höflich im persönlichen Auftreten, aber bestimmte Regeln sind einzuhalten.

00:48:59: und auch ansonsten scheint das Leben in solch einer Siedlung mit geregelten Lebensabläufen.

00:49:08: Mit vielen Menschen die eine geregelte wirtschaftliche Tätigkeit nachgehen, die ihre typisch amerikanischen Häuser bauen einen guten Vorrasen haben mit, ich glaube du erwähnst Pflanzenwachstums Verstärker.

00:49:27: Ich weiß nicht ob ich das Wort richtig ausgesprochen habe.

00:49:30: es kommt jedenfalls auch darauf an dass man einen schönen satten Rasen hat.

00:49:34: das soll allerdings Manchen deutschstämmigen Menschen auch nicht völlig fremd sein.

00:49:40: also was sich sagen will diese Darstellung in diesem buch die ist sehr eindringlich Ist manchmal unser Klischeebild von den USA gar nicht so verkehrt, was das Mikrosoziale angeht zwischen BBQ und Kindeserziehung.

00:50:02: Du hast es jetzt auf eine interessante Art ausgedrückt.

00:50:05: ich will mal anders an den Punkt rangehen.

00:50:09: Ich war vor meiner Zeit in Charlotte also vor der Finanzkrisenzeit großer Fan der Simpsons.

00:50:18: Ich muss ganz ehrlich sagen, als wir dann da gelebt haben und seitdem ich gucke die nicht mehr so gerne weil mich da einfach vieles auch an die Dinge erinnert was ja wirklich sehr lustig auch immer rüber kommt in den Episoden.

00:50:34: Also Springfield – Die Heimat der Simpsons gibt es nicht nur über sechzig Mal verteilt in den USA sondern es bildet auch einen ganz passenden Durchschnitt

00:50:45: Was ja auch im Übrigen für den Erfolg in meinen Augen dieser Sitcom verantwortlich ist.

00:50:50: Ich weiß nicht, wie viele Jahre es die jetzt schon neue Folgen produziert und ich hab mal gesagt wenn das nicht zeichentrick wäre dann wär's vielleicht auch nicht erlaubt so ungefähr.

00:51:00: also ich will gar nicht sagen dass das ein eins zu eins Bild ist aber viele Dinge sind tatsächlich stark überzeichnet aus europäischer Sicht auch wenn man sie erlebt.

00:51:10: ja und das auch das wieder hat mich irgendwo auch getriggert dieses das für mich mal festzuhalten.

00:51:17: schriftlich weil ich wusste wenn nicht irgendwann wieder in europa bin oder wenn ich des leuten erzählen will die glauben dass ja gar nicht oder sie sagen naja du hast so viele amerikanische serien oder filme gesehen was nicht der fall ist.

00:51:29: also ich bin eher jemand der fändest europäischen kinos.

00:51:34: ja also das ist tatsächlich eine interessante frage cliché versus wirklichkeit.

00:51:39: Gleichzeitig und ich glaube, dass also das möchte.

00:51:42: Ich auch sagen was wir unterschätzen ist in den usa gibt es dieselbe menschliche tiefe und die selben problematiken Und dieselben super komplexen themen vielschichtigkeit Differenzierung Die wir auch wahrnehmen und verarbeiten und deswegen tue ich mich schwer mit deiner aussage auf dem punkt gewacht ist das klischee tatsächlich sozusagen lebendige Wirklichkeit und das ist es nicht.

00:52:06: Und deswegen habe ich auch dieses Buch zum Teil geschrieben, weil ich schon die Zwischentöne wiedergeben will.

00:52:12: Auch wenn ich mit jemandem politisch nicht auf einer Linie bin dann teilen wir ja trotzdem bestimmte menschlichen Raum.

00:52:20: Das ist ja zumindest meine Auffassung von den Dingen ist nicht gut gegen Böse sondern wir leben alle in unseren Wirklichkeiten Und haben Erlebnisse und die prägen uns und führen dazu, dass wir politisch irgendwo uns verorten.

00:52:35: Das ist ja kein absolutes Spektrum oder kein absoluter Punkt im Weltraum sondern hat mit den Erfahrungen zu tun.

00:52:41: Du als Soziologe weißt da mehr zu und kannst mir vielleicht auch noch ergänzen was bei Steuern.

00:52:48: Mehr scheint es manchmal so und das geht jetzt ganz in die Richtung dessen was du gerade ausgeführt hast also... Klischeebestätigung in bestimmten punktuellen Wahrnehmungen auch wahrscheinlich wiederkehrend.

00:52:59: Es gibt ein Amerika des Klischees sowie es auch eines der deutschen Provinzen gibt, in denen das Leben in Deutschland sich so abspielt wie man sich das zwischen Weißbier und Sauerkraut in den USA vorstellt.

00:53:16: aber daneben gibt es viele Zwischenköhne und ich könnte mir vorstellen dass wir aus der deutschen Perception wiederum, der Wahrnehmung dieser unglaublichen Vielfalt des Landes ja fast überfordert sind eigentlich eine Linie darin zu sehen.

00:53:35: Denn es ist ja aus geografischen politischen kulturellen bis hin zu klimatischen Gründen so dass diese USA sich sehr verschieden von Ost nach West vor Nord nach Süd und vor allen Dingen in der Mitte des Landes darstellen, also ist es gerade diese überscheumende Kontingenzerfahrung.

00:53:57: Alles ist möglich alles ist vorhanden in diesem Land?

00:54:01: Ja ich glaube du greifst da an mit deinem Begriff kriegst nicht ganz... zusammen zu groß, um es um es zu fassen eigentlich.

00:54:09: Das ist genau der Punkt an dem ja Klischees entstehen auf die Vereinfachung, die wir jetzt als Europäer wenn ich als Tourist oder Geschäftsreisender da ein paar Tage oder zwei Wochen bin das ist genau das was dabei herauskommt dass sich dann natürlich ein Bild mit nach Hause nehme und das dann vielleicht übereinander lege mit anderen Bildern aus einem Film oder irgendwelchen Serien.

00:54:33: Was ich sagen will, ist ja das und hoffe ich dass es auch in meinem Buch einer der Grunde warum ich es geschrieben habe.

00:54:39: Dass es unglaublich schwer ist wenn man sich mal durch die Blasen hindurch bewegt und die Blase versucht zu verbinden dann merkt man da ganz viel ist einen menschen überwältigend ist und das führt dazu.

00:54:53: also ich musste dann auch irgendwann Abstand gewinnen.

00:54:56: Das buch als solches auch am ende aus meinem system, aus meinem körper mal entfernen und damit abschließen weil wie du sagst es ist sehr groß die ganzen nationalitäten und einwandern der kulturen und

00:55:12: Hat das Buch regelrecht auch Energie abgesaugt, hat gefordert immer wieder Konzentration letztendlich diese vielen Situationen in ihrer Prägnanz zu erfassen.

00:55:23: Denn es ist ja wirklich ein Buch dass sehr von den erlebten Situationen her geschrieben ist.

00:55:31: man könnte fast glauben wie du eben schon sagtest manch eine Szene ist ja wie im Film deswegen oder das kann man doch gar nicht so erlebt haben.

00:55:39: deswegen sprach ich auch vom Klischee, weil man fast filmische Szenen vor Augen hat.

00:55:45: Möchte ich sagen wenn man liest deine Begegnung mit den Menschen in den USA und jeder ganzen Vierschichtigkeit einerseits ja eine wunderschöne Dokumentation du schreibst es auch im Nachwort für die Familie, für deine Frau, für seine Kinder ein schönes Dokument dass man mit Jahrten- und Jahrzehnten Abstand noch lesen kann Auch ein ganz kleines Stück persönliche Geschichte, Familiengeschichte festhalten einer Zeit wie sie eben existierte.

00:56:13: Aber auf der anderen Seite scheint es dich auch zu fordern.

00:56:17: also das ist auch etwas was nicht unbedingt wie ein Müllstein um einen gelegt ist aber schon auch Konzentration und immer wieder eine Auseinandersetzung mit diesen Erfahrungen in den USA zur Folge hatte.

00:56:32: Also beides eine kreative Darstellung, eine Übertragung der Erlebnisse zwischen zwei Buchdeckel.

00:56:42: Unterschiedliche Tage immer wieder neue Situationen, Brüche es wird nie langweilig.

00:56:47: aber auf der anderen Seite auch gerade die vielen Erfahrungen und das alles zusammenzubringen und sich ein rein darauf zu machen Das kann einen ja auch ganz schön fordern!

00:56:58: Das war tatsächlich so und das war schon während des ich sag mal festhalten so.

00:57:03: Ich bin ja kein professioneller Autor im eigentlichen Sinne oder nicht nur auch im uneingentlichen Sinne, ich nehme mal für mich in Anspruch.

00:57:12: Ich musste eine neue Version von Buch für mich kreieren im Sinne von... ...ich wollte einerseits eben das Erlebte wie du sagst fast fotorealistisch festhalten aber auch gleichzeitig diese Reflexionsebene und es gibt da ist fast wie Kularsch teilweise dass sich dann Zitate Einfüge von tatsächlich medial festgehaltenen oder von öffentlichen Personen, das Überlagere.

00:57:39: Und das war also zum einen das Festhalten aber dann auch das eigentlich daraus ein Buch entstehen zu lassen was Dritte konsumieren können war tatsächlich die Herausforderung weil ich die Vielschichtigkeit haben wollte und Das war sehr sehr anstrengend weil Ich natürlich auch das gilt glaube ich für alle, die irgendwas schreiben was sie bewegt hat.

00:58:03: Das intensiv immer wieder dabei nach erleben musste nicht nur während des ersten Schreibprozesses teilweise im Flugzeug oder abends nachdem ich das erlebt hatte um es nicht zu vergessen.

00:58:14: also ich hatte dann auch meine Kladde dabei um das wirklich direkt festzuhalten oft und das war mir aber wichtig weil ich ja... Und das ist das Experiment dieses Buches für mich auch.

00:58:25: Ich

00:58:25: bin eben kein Historiker Aber ich wollte eben nicht nur die Interpretation sondern Die raw data also sozusagen die Beobachtung im eigentlichen Sinne so dass der leser und ich auch im Rückblick.

00:58:38: Sich eben selbst ein Bild machen kann, obwohl ich das auch noch mal einordnet in vielen Fällen oder eine Einordnung durch Dritte eben diese Collage über Lagerungen von Kommentatoren aus der öffentlichen Welt da noch beigelegt wird.

00:58:52: Das hat das Erlebnis.

00:58:53: aber, also ich bin da sozusagen mehrfach durchgegangen.

00:58:57: Bis hin dann zum Editieren mit dem professionellen Editor der dann nochmal sagt okay hier die...das ist hier viel zu lang.

00:59:03: Lass mal die zwanzig Seiten weg so oder lass mal was weg.

00:59:06: und dann die Frage ist was lasse ich weg?

00:59:08: Weil das ist ja alles Teil von mir und Ich bin nah dran und das war schon ein Experiment oder ein Projekt wo ich im Nachhinein sage Ja es fahrt schon überproportional viel Energie gekostet, gemessen an anderen Projekten oder Dingen die ich in meinem Leben gemacht habe.

00:59:25: Ja Gerro!

00:59:26: Dein Buch heißt ja Amerika im Auge des Sturms zweimal Im Auge Des Sturmes.

00:59:33: wir sprechen über Zwei-Tausend Eins, Zwei Tausend Acht.

00:59:36: Das ist nicht nur die Finanzkrise und Die Entwicklung des Niedergangs amerikanischer Banken Sättungspaket der US-Regierung, aber auch in Europa und einem wieder aufbäumen was die Bankenwirtschaft angeht.

00:59:59: Sondern, das ist auch eine Präsidentschaftswahlkampf.

01:00:02: Und in Deutschland heißt es vor allen Dingen Yes we can!

01:00:06: Obama scheint fast jemand zu sein den die Deutschen am liebsten neben der deutschen Bundeskanzlerin als ihren eigenen Präsidenten wählen würden.

01:00:20: In deinem Buch haben wir sehr viele spannende, witzige aber auch die amerikanische Polarisierung damals schon darstellendes Szenen.

01:00:33: Wie ist dieser Präsidentschaftswahlkampf?

01:00:35: Nachdem du angekommen bist und die Finanzkrise ausgebrochen Endet und wir haben eine neue Entwicklung mit Obama, dem möglicherweise ersten farbigen Präsidenten der USA.

01:00:54: Und so kommt es auch

01:00:59: an dieser Stelle ein kurzer Programmen Hinweis in eigener Sache.

01:01:03: Keynote gibt es inzwischen seit einem Jahr.

01:01:06: Eine Reihe interessanter Wissenschaftlerin und Experten war bereits bei uns zu Gast darunter der Hirnforscher und KI Pionier Christoph von Damalsburg, die Meteorologin und Leiterin des Wetterteams beim ZDF Katja Horneffer der Raumfahrtforscher H.K.

01:01:22: Kajal oder der Informatiker- und Schriftsteller Michael Wildenheim.

01:01:26: Auch für die nächste Zeit sind viele spannende Gäste und Folgen geplant Darunter Specials mit lebhaften Diskussionen zu besonderen Themen.

01:01:35: Die sorgfältige Vorbereitung und Produktion bedeuten natürlich auch einiges an Arbeit und Zeit.

01:01:41: Wenn Ihnen Keynote gefällt, freuen wir uns deshalb sehr über Ihre Unterstützung.

01:01:45: Lassen Sie uns gerne ein Like da, abonnieren und folgen Sie unsere YouTube, Spotify und den weiteren Plattformen auf den Keynote erscheint!

01:01:53: Teilen sie unsere Folgen oder empfehlen Sie Keynote einfach weiter – das hilft uns noch mehr Menschen zu erreichen und den Podcast weiterzuentwickeln.

01:02:02: Interdisziplinär ruhig und konzentriert.

01:02:05: Der etwas andere Ton unter den KI-Podcasts.

01:02:09: Vielen Dank dafür.

01:02:10: Und

01:02:10: nun weiter im Gespräch mit Gero Nordmann.

01:02:17: Ja, um es auf den Punkt zu bringen ohne Finanzkrise kein Präsident Obama.

01:02:22: also das ist für mich auch im Nachhinein wirklich eine klare Meinung zu den Dingen.

01:02:29: Wie fing das Ganze an?

01:02:30: Also ich erinnere mich, ich bin irgendwann Ende des Dezember in die USA zu schauen, wo wir denn dann leben würden und ob ich mir das vorstellen kann.

01:02:42: Und ich werde nie vergessen, dass war einer der Abende als da irgendwie diese ... Als er seine Kandidatur angekündigt oder das nur ein bisschen los ging.

01:02:52: Wer ist das denn?

01:02:54: Und eben nachhinein, was ich damit sagen will ist das ging irre schnell.

01:02:58: Also von dieser Zeit also auch in USA ein absoluter Nobody.

01:03:02: Er war zwar Senator aber irgendwie einer der ganz jungen und unbekannten und innerhalb von also von Dezember zwei tausend sieben also unbekannt in den USA Un bekannt auf der ganzen Welt In Deutschland sowieso unbekannt zu.

01:03:17: wir sind im März zwanz zweitausend acht da angekommen und da ging das ja los mit dem ersten Gefechten zwischen Obama und Hillary Clinton.

01:03:29: Ich muss jetzt gucken, dass ich das alles zeitlich da richtig verorte.

01:03:34: Und kurz und gut... hatte ja auch eine unglaubliche Dynamik.

01:03:37: Das war ja sozusagen verschränkt mit den Ankündigungen der Banken und der damaligen Regierung Busch, was alles nicht funktioniert.

01:03:46: Und da war natürlich noch das Thema vorher republikanische Kandidaten usw.

01:03:52: und so fort.

01:03:53: Ja also das war eine Gemengelage die sich gar nicht so siehst wie ich jetzt in meinem Gedächtnis kramme die sich gar nicht ohne weiteres entwirren lässt, weil die Dinge so auch schnell sich entwickelt haben.

01:04:06: Und das eine hat das andere beeinflusst und das macht man sich heute gar nicht mehr klar.

01:04:11: aber das waren wirklich Ereignisse, punktuelle Eregnisse, die dann wiederum im Wahlkampf Aktionen ausgelöst haben.

01:04:18: der einen unter anderen Seite und je nachdem was der eine sagt ging dann dieses Stimmungsbarometer auf seiner Seite runter oder rauf.

01:04:29: Parallel zur Finanzkrise, die sich ja auch in voller Blüte da dann.

01:04:33: Zwei tausend acht entwickelt hat hat sich der Wahlkampf abgespielt und es waren zwei Phänomene Die also auch wieder Coincidence der Historie oder wie auch immer man das bezeichnen mag aber was auch sozusagen im nachhinein nur noch schwer Schwer zu fassen ist weil dass eben alles so schnell ging und sich gegenseitig beeinflusst hat.

01:04:56: Es ist damals auch die zeit der sogenannten Tea Party Bewegung die in ihren folgen sicherlich auch für zwei tausend sechzehn und die nachfolgende entwickelung den usa Einfluss namen.

01:05:09: wir haben das republikanische präsidentschaftspart schon mccain auf der einen seite mit sarah panon.

01:05:18: Und dass ist ja schon eine spezielle kombination, die man dort auf der depublikanischen seite antrefft.

01:05:26: darauf gehst du glaube ich auch.

01:05:28: Wie erschien dir diese Gegenüberstellung?

01:05:31: Republikaner, Demokraten.

01:05:34: Ein wenig erscheint es einem heute wie ein gemilder Davorgeschmack späterer Präsidentschaftskämpfe.

01:05:41: eigentlich zu sagen auch manche Beobachter ist der Präsidenschaftswahlkampf Erste Ahnung oder eine Entwicklung, die sich in den nächsten beiden Präsidentschaftswahlkämpfen vor allen Dingen im Jahr zwei Tausend Sechzehn radikalisieren sollte mit Donald Trump.

01:06:02: Also Donald Trump wie so oft ist nicht der Wegbereiter einer bestimmten ja durchaus auch Verschärfung im republikanischen Lager sondern er ist schon eine Folge dessen.

01:06:16: Ja ganz sicher.

01:06:17: also Trump ist da eher eine Funktion, also jetzt im mathematischen Sinne eine abgeleitete Funktion einer Ursache die tiefer liegt und das ist faszinierend wie polarisiert dieser Wahlkampf war.

01:06:32: Zum einen polarisiert weil mit John McCain Ein Präsidentschaftskandidat der Republikaner, der bekannt war als reaching across the aisle wie man in USA so schön sagt also.

01:06:44: Der bipartisan sozusagen das ist der andere Begriff diese Brücke zwischen den Parteien immer geschlagen hat.

01:06:51: der aber sozusagen weil er auf der falschen Seite waren nämlich dem Präsidenten der In Anführungszeichen angeblich die Finanzkrise mit verursacht hat, was ja so eben auch nicht ganz einfach stimmt.

01:07:04: Die Ursachen dafür liegen auch sicher tiefer und woanders noch.

01:07:08: Und ja also zum einen McCain der im Grunde ein gemäßigter Republikaner und pragmatischer Politiker immer war und auch sein Zenit schon überschritten hatte und der dann im Verlauf der Dynamik Für die jetzt hier in unserem Gespräch, die Zeit zu kurz ist aber auf dich da in meinem Buch auch eingehe.

01:07:29: Sich gezwungen sah mit der Sarah Palin sich jemanden zu holen, der tatsächlich da ganz anders gestrickt war und das war tatsächlich spannend, dass dieses Tandem zu sehen, aber auch das Tandems Obama – du hast darauf angespielt in deiner Frage – auch Obama und Clinton?

01:07:49: waren ein ähnlich spannendes Duo, weil der Konkurrenzkampf von den beiden sich mindestens so aggressiv abgespielt hat wie dann zwischen Obama und McCain.

01:08:01: Was für mich persönlich besonders spannend war was dazu kam das auch in die Sache rein spielt.

01:08:08: Charlotte in North Carolina hat über zwanzig Prozent African Americans und das hatte natürlich auch noch mal eine Konnotation also diese Geschichte mit Black America und Obama, wie das eigentlich zusammengepasst hat.

01:08:23: Das hat ihm natürlich auch.

01:08:25: neben der Finanzkrise war es der zweite Punkt, der ihm da sicherlich Aufwind gegeben hat.

01:08:29: Kurz und gut.

01:08:30: also dieses Quartett des vier Beteiligten war hochspannend und auch wieder auf der Zeitachse hochdynamisch Und letzten Endes in der Abfolge auch nicht vorhersehbar.

01:08:41: Also die Kandidatur von Palin war zwei Monate, drei Monate vorher noch überhaupt nicht am Horizont zu erkennen und war dann sozusagen das Kaninchen aus dem Hut was dann da noch wie man so schön sagt in Jose Republican Base irgendwie von McCain überzeugen sollte.

01:10:16: Ja und wir wollen natürlich auch hier einen Anweis geben das Buch noch tatsächlich zu lesen dass ja auch leicht verfügbar sein wird über unsere Webseite, denn dankenswerterweise hast du dich entschieden es zur Verfügung zu stellen und das ist wirklich eine Empfehlung die ich gerne aussprechen möchte.

01:10:37: Denn es ist ein Einblick in beachtenswerte gesellschaftliche Episodenphasen in den USA mit dem Blick eines Deutschstämmigen aber schon eines solchen, der durch wiederkehrende Aufenthalte in den USA natürlich langsam ein Gespür für das Land entwickelt.

01:10:59: Für seine Besonderheiten und deswegen verlassen wir jetzt die Ausführung des Buches über die USA und die Entwicklung der USA.

01:11:07: Wir alle wissen dass es noch eine mindestens dritte interessante Phase hätte geben können wenn du zufälligerweise auch pünktlich zum Präsidentschaftswahlkampf.

01:11:19: Zwei Tausendsechzehn angekommen wirst.

01:11:22: zugegeben keine Wirtschaftskrise in diesem Maße, Gott lobt kein Terrorakt aber schon eine für die USA und aus Sicht auch europäischer Beobachter durchaus nachhaltige manche sagen dramatische Entwicklung mit der Wahl Donald Trumps und da folgenden Geschehnissen beispielsweise zum Ende der ersten Amtszeit, im Jahr zwanzig.

01:11:48: Der sechste Januar auch eine Station die durchaus Erinnerungen an schwierige Tage zwanziger Jahre zuvor wachrufen konnte nach meiner Wahrnehmung erstaunlich gut verarbeitet worden ist.

01:12:06: das ist jetzt fünf jahre her der Sturm aufs Kapitol aber auch vielleicht nur vordergründig gut verarbeitet und vergessen.

01:12:16: Wir müssen hier einen Schnitt machen mit dem Thema der USA, aber ich glaube wir haben einige spannende Szenen aufgerufen die im Buch vertieft werden können und ich möchte jetzt einen Switch vorschlagen in den Gegenwart in die letzten Jahre in seine heutige berufliche Tätigkeit.

01:12:37: nach den verschiedenen Stationen in den USA, bist du heute Chief Project Officer and Chief People Officer.

01:12:45: So heißt der Titel voll und ganz bei der CLAT

01:12:49: Group.

01:12:50: Vielleicht magst Du uns darstellen was man sich unter diesem Titel vorstellen kann.

01:12:58: ein Project officer?

01:12:59: das ist vielen wahrscheinlich Ja doch geläufig, das scheint was mit Projektmanagement zu tun haben.

01:13:07: In der BWL spricht man auch vom Projekt Portfoliomanagement also Organisation von Projektstrukturen.

01:13:16: ein Chief People Officer ist vielleicht schon etwas erklärungsbedürftig und beides zusammen ist deine Berufsbeschreibung.

01:13:24: oder wirst du uns jetzt vielleicht erzählen dass man das gar nicht so genau sagen kann?

01:13:30: Doch es lässt sich, ich mach daraus immer ein kleines Bild.

01:13:34: Voraus bestehen Projekte, Projekten bestehen aus Menschen und damit ist das eigentlich schon zusammengefasst.

01:13:40: Wir haben uns bei GLAT auf die Reise begeben, auf der die meisten Unternehmen heute sind Dass wir den sich rasch verändernden Rahmenbedingungen möglichst gut stellen wollen.

01:13:52: Generationswechsel, das Unternehmen geht in die getritte Generation.

01:13:55: wir sind weltweit drei tausend Menschen im verschiedenste Geschäftsbereich und da ist sozusagen Unser Ansatz Menschen und Projekte sind das, was uns in die Zukunft bringen.

01:14:08: Ein Projekt wie das Wort schon sagt nach vorne werfen.

01:14:11: also da geht es ja um Zukunft Und bei Menschen geht es auch um Zukunft und bei Entfaltung von Entwicklung von Menschen auch und dass ist sozusagen im Kern Das Was Uns Da bewegt.

01:14:22: Bei der Bezeichnung und daneben oder Operativ leite ich dann die meisten der sogenannten Corporate Functions, also die IT, die HR, das Marketing und noch eine Reihe von weiteren Funktionen.

01:14:36: Die ja alle in dieser Transformation auch sich verändern sollen und müssen.

01:14:42: Und das ist sozusagen der Subtext zu der Überschrift.

01:14:47: Ich weiß jetzt nicht ob das deine Frage beantwortet aber das ist so meine Antwort auf das was du da in den Raum stellst.

01:14:55: Ich darf vielleicht unseren Zuhörerinnen und Zuhören verraten, dass in früheren Telefonaten hier genau schon darüber ins Gespräch gekommen sind wie man Projekte eigentlich über den etymologischen Erklärungsversuch vielleicht am Treffensten beschreiben kann.

01:15:11: Das hast du gerade auch angesprochen.

01:15:14: Projekten sind Entwürfe nach vorne gerichtete Aktivitäten, soziale Struktur als Organisation in der zwischen Menschen sehr viel arbeitsteilig geschieht.

01:15:28: Formal wie informell, Projekte sind viel spannender als nur grafische Darstellungen, Excel-Tabellen und ähnliches mehr.

01:15:37: das steckt denke ich auch in der Formulierung People Officer in Kombination mit Projekten.

01:15:42: Projektes kann man nicht nur nach Zahlen alleine betrachten.

01:15:47: Man muss auch verstehen die Motivation Anreizsysteme Kooperationsmodelle ausgestaltet werden und ich finde nach wie vor, dass diese ja sehr von der Wortherkunft gedachte Erklärung was Projekte eigentlich ausmacht.

01:16:02: Diese simple relativ kurze Beschreibung aus dem etymologischen Wörterbuch des Studens beispielsweise etwas nach vorne geworfenes, nach vorne gerichtet ist etwa seit dem sechzehnten und siebzehn Jahrhundert bekannt.

01:16:17: das ist doch immer noch am Treffensten.

01:16:20: Ja und du hast es schön beschrieben, wenn man das wirklich sich mal vor Augen hält was das Wort bedeutet.

01:16:26: Und Projekte... Du hast es.

01:16:27: ich wiederhole eigentlich nur was du gesagt hast oder unterstreiches Ich will fast sagen verkomnt heute teilweise zu einer mechanistischen Durchführung von oder mechanischem Durchführungen von Routine-Tätigkeiten.

01:16:40: aber das sind keine Projekten.

01:16:41: also Projekter heißt es gibt einen Zustand A und ein Zustand B wobei Zustand b noch nie da war geht den Weg von A nach B und mit einem klaren Anfangspunkt, mit einem kleinen Endpunkt.

01:16:53: Und nicht mehr oder weniger!

01:16:54: Alles andere sind keine Projekte und jede Expedition ist ein Projekt.

01:16:59: Wir könnten es jetzt durchgehen.

01:17:00: eine Mondlandung ist ein Projekt.

01:17:03: Es gibt viele Dinge die sich nur als Projekten durchführen lassen in ihrer Einmaligkeit.

01:17:06: das macht auch den Reiz aus weil es natürlich auch Prozesse geben muss in Unternehmen und Organisationen die immer gleich laufen.

01:17:15: Das habe ich gerade ja geschildert.

01:17:17: Die Funktionen, die ich da noch mit betreue, zeichnen sich ja teilweise auch dadurch aus dass starke Prozesse da sein müssen wo alles tatsächlich mehr oder weniger automatisch immer gleich läuft.

01:17:28: Also das muss man auch klar trennen sonst kommt man in Schwierigkeiten.

01:17:32: Die Mondlandung ist ein sehr gutes Beispiel weil sie ja eine der ersten Umgebungen... ...die Vorbereitung für je mehr der Mond Landung darstellte.

01:17:43: In der man anfingen unsere heute Bekannte Struktur von Modulen, Arbeitspaketen Meilenstein eigentlich hoch formalisiert zu gestalten.

01:17:53: Ich erkläre das auch immer wieder gerne in Vorlesungen über die Projektstrukturen und über Projektmanagement bei mir natürlich sehr sozial wissenschaftlich gefärbt, sehr sociologisch gefärbte Einführung, die immer an der Historie ansetzen.

01:18:10: Es hat Projektstrukturen schon in der Antike gegeben, nur man nannte sie nicht so.

01:18:14: Die wirkliche Ausformalisierung beginnt im zwanzigsten Jahrhundert.

01:18:19: also Projekte aufschreiben, Projektstruktur aufschrauben danach zu arbeiten sich Gedanken zu machen wie man Arbeit auch portionieren kann, wie man diese Portionen wieder gut verknüpft.

01:18:32: Wie man sich dabei auch Zeit ersparen kann und so weiter und sofort.

01:18:36: die Mondlandung bot dafür eines der ganz besonderen Arbeitsstrukturen in der man komplexe Projekte in unserer modernen vertrauten Form gestaltet hat.

01:18:52: und wie vieles andere kommt auch das eben wieder aus amerika.

01:18:56: da sind wir doch wieder beim thema america.

01:18:58: ich möchte auf deine station hier einmal noch schauen.

01:19:02: man kann sehen dass du erst eine verantwortung zuvor auch für new business hattest.

01:19:09: ich vermute neue geschäftsfelder neu geschäftsmodelle gescheft strategien geschäftsweltentwicklung so etwas vielleicht.

01:19:18: aber dann warst du auch verantwortlich für Human Resources, also komplett eine Konzentration auf den Personalbereich Qualifikation Entwicklung Karrieremodelle Vergütung.

01:19:30: All das kann man sich da sicher vorstellen.

01:19:33: und jetzt eben die Kombination aus Projektstrukturen und HR Strukturen verantwortlich für IT, HR Marketing Quality Systems Project Management alles zusammengefasst.

01:19:48: Ich stelle mir das sehr reizvoll vor, aber auch etwas dass Kognitiv ja schon sehr in Beanspruchung nimmt.

01:19:58: Deine Herkunft ist die Naturwissenschaft was keinerlei Einschränkung darstellen soll sondern vielmehr eine beachtliche Entwicklung wie ich finde aus einem naturwissenschaftlich akademischen Umfeld in eine sehr stark management orientierte Struktur, das aber wiederum mit auch einem besonderen Fokus auf Personalwesen wie mir auch erscheint.

01:20:26: In unseren Gesprächen mit sozial- wissenschaftlicher Irritationen angereichert wenn ich so sagen darf ist diese Breite die du dort abdeckst die Themen der Projektstrukturen betrifft, der Personalstrukturn bei dem man immer wieder neu erkunden muss, wie man dem her wird.

01:20:48: Das ist reizvoll diese Breite abzudecken.

01:20:51: es ist aber auch eine Herausforderung gerade in einem technologie- und veränderungsgetriebenen Unternehmen das ihr ja seid

01:21:00: absolut und die wir wissen alle.

01:21:02: die herausforderungen kommen vor allen Dingen durch die schnellen Veränderungen auch des umfelds.

01:21:07: ich sag's immer für mich selber Und vielleicht ist das so ein bisschen auch der Bogen für unser Gespräch.

01:21:13: Ich habe mal angefangen als Chemiker, heute mache ich Chemie mit Leuten und die Gegenstände sind natürlich völlig andere.

01:21:19: also wir haben es tatsächlich mit echten Agenten zu tun nicht den Agenten die wir jetzt alle kennen von Microsoft und Co sondern von Menschen die ihren eigenen Willen haben und Moleküle haben das zum Beispiel nicht.

01:21:32: sie sind sehr vorhersehbar zunächst einmal in ihren Eigenschaften.

01:21:36: aber dieses experimentieren und iterativ vorgehen, immer wieder neu ansetzen.

01:21:43: Das komplexe... Keine chemische Reaktion spielt sich völlig isoliert ab, sondern in einem Kontext, im Medium.

01:21:50: Da gibt es sehr viele Parallelen.

01:21:51: Und das ist nicht nur das Bild was mir hilft jetzt zu artikulieren, was mich eigentlich umtreibt, sondern es ist auch tatsächlich der Wesen der Organisationen, des Wesens von Unternehmungen, dass eben diese Melange bei Goethe, Wahlverwandtschaften.

01:22:09: Also das sind keine neuen Themen Alchemie und so weiter und sofort.

01:22:13: Homunculus sind nicht weit von KI-Themen entfernt.

01:22:17: Das sind ja alles alte Themen.

01:22:19: Die Muster sind tatsächlich konzeptionell manchmal gar nicht so unähnlich.

01:22:24: Aber in der alltäglichen Herausforderung ist es natürlich Der Mensch bleibt des Maß der Dinge Und ich finde es einfach viel spannender mit Menschen zu agieren als Nur in Anfangszeichen mit Materie, auch wenn das komplex genug ist und viele ungelöste Fragen bleiben trotz KI.

01:22:43: Götes Humunculus muss das Stichwort sein eben auf die KI zu kommen.

01:22:47: Humunulus und Dr.

01:22:49: Frankenstein bilden die Grundlage des Buches von Michael Wildenhain den wir auch vor einigen Monaten hier gehört haben.

01:23:00: im Podcast Kleinen, kurzen Geschichte der künstlichen Intelligenz beschreibt Wildenheim diese beiden historischen, literarischen Beschäftigungen.

01:23:11: Mitkommen wir mal auf KI zu sprechen?

01:23:13: Eben all den Themen die wir jetzt angedeutet haben mit denen du zu tun hast HR Marketing New Business Project Management und so weiter und sofort das ist ja schon eigentlich das was man General Management beschreiben könnte also die Breite der Unternehmensfunktion.

01:23:31: Jetzt auch noch KI.

01:23:33: Schwert einem da so in einem Unternehmen irgendwann auch mal der Kopf, weil man in all diesen Funktionen ja vermutlich mit KI-Entwicklung zu tun hat?

01:23:44: Der Stresspegel in einem Unternehmens kann durch die KI-Technologie auch steigen.

01:23:52: Kannst du uns vielleicht kompakten Beschreibung einmal darstellen, was das Thema KI abseits der alluns bekannten relativ profan alltäglichen generativen KI in Form von Sprachmodellen.

01:24:08: Was das Thema AI eigentlich in einem Unternehmen für die Organisation für die Gestaltung von Projekten und die Führung von Menschen und ihre Zusammenarbeit ausmacht?

01:24:20: kann man dass gewissermaßen auf einer kleinen Landkarte abstecken?

01:24:26: Ja, nichts leichter als das.

01:24:28: Nein!

01:24:28: Das ist tatsächlich wie du sagst es ist höchst bewirrend Es ist höchwst spannend und faszinierend zugleich.

01:24:35: Lass mich vielleicht etwas ausholen.

01:24:37: Also meine Beschäftigung mit KI im weiteren Sinne reicht zurück zu meinen Kindertagen Als ich mit dem Schachcomputer in den achtziger Jahren Zugange war Und damals die Schachkomputer auch rasend schnell stärker wurden und damals schon stark genug waren, um Leute wie mich zu schlagen.

01:24:57: Und mein Aufenthalt am MIT... Ich habe Marvin Minsky noch persönlich im Vortrag erlebt in sozusagen modernen Herbegründer der KI-Forschung oder durch den KI weltweit.

01:25:09: Und die Entwicklung, die sich jetzt angebahnt hat und ich red jetzt gar nicht vom chat.

01:25:14: Ich rede von den letzten zehn Jahren wo ja digitalisierung war ja vorher das große schlagwort auch mit zugehört und des thema daten ja eigentlich die zentrale rolle spielt.

01:25:25: also kennen die ganzen plattform da geht es eigentlich primär um daten und die sogenannte k i dient ihr dazu diese daten oder der dass ist das futter für diese kei sind die daten.

01:25:37: Zu deiner Frage, eine kleine Landkarte.

01:25:39: Ich wage den Versuch jetzt mal ganz spontan.

01:25:42: also zum einen gibt's natürlich im Unternehmen auch die Sprachmodelle in Form von Microsoft Copilot und wo dann Leute anfangen ihre täglichen Arbeit zu erleichtern, zu beschleunigen was wiederum zu neuen Herausforderungen führt weil da entstehen ja ein sehr schneller Abfolge.

01:26:04: neue wiederum Zum neuen Daten, die wiederum sicher abgelegt werden müssen.

01:26:10: und wenn ich sage sicher dann... heißt das eben in einem industriellen Kontext, es muss sichergestellt sein dass diese Daten nicht von unbefugten Dritten verwendet werden können.

01:26:20: und die Frage auch wo liegen die Daten?

01:26:22: Und diese ganzen Diskussionen die wir natürlich auch in den Medien alle verfolgen.

01:26:26: Das ist der eine Teil und ich rede jetzt gar nicht so sehr von diesen ganzen sozialen Themen die dann natürlich auch des Thema wie sieht's mit den Fähigkeiten der Mitarbeiter aus?

01:26:35: sind wir überhaupt in der Lage mit diesen ganzen neuen Plattform im Sinne von Kommunikationsplattformen haben alle während Corona gelernt auf Digitalplattform und zu unterhalten.

01:26:45: aber jetzt kommt ja das Thema kann ich mir das zusammenfassen lassen?

01:26:48: und direkt ein Protokoll.

01:26:50: was mache mit den Protokollen?

01:26:52: also es entstehen viel mehr Informationen als.

01:26:54: der Mensch dann schlussendlich verarbeiten kann.

01:26:57: Das ist der eine Aspekt auf dieser Landkarte und dann oder vielleicht der eine, ich mach mal die Landkart ganz einfach in das Meer und einen Kontinent.

01:27:08: Der Kontinent ist im Grunde genommen der industrielle Teil der Automatisierung, die ja heute auch stark in Richtung KI weiterentwickelt wird und wo im Grunden genommen die eigentliche industriele Wertschöpfung in der Fertigungsindustrie zum Beispiel bei GLAT läuft und generiert wird.

01:27:30: Und wo wir anders als bei den großen Plattformen, bei den LLMs sind mehr oder weniger zunächst mal Konsumenten kaufen Lizenzen.

01:27:40: hier haben wir die Möglichkeit unsere eigenen Produkte zu erneuern also aus Maschinen Daten völlig neue Geschäftsmodelle zu generieren indem die Daten anders zu den Kunden transportieren, schneller verwerten.

01:27:56: Wir können remote also von außen feststellen ob bestimmte Anlagen am Ende ihres Lebenszyklus sind.

01:28:04: wir können Prozesse optimieren über KI das heißt wenn ich genügend Daten habe über bestimmte Prozisse wo ja Unmengen von Messungen anfallen Temperatur Druck und so weiter Dann kann ich natürlich auch vorher sagen machen, was ist wenn?

01:28:18: Was ist, wenn sich der Faktor Temperatur so und so verändert.

01:28:21: Und in Echtzeit und in großen Anlagen die ja unendlich komplexe... Prozesse in Produktionsanlagen mit irgendwelchen Flüssigkeiten, Pulvern was auch immer die da entstehen.

01:28:30: Das sind ja physikalisch hochkomplexe Phänomene die im einzelnen Herrschaden von Physikern und Ingenieuren erfordern um das zu optimieren.

01:28:39: und da tun sich unglaublich viele Möglichkeiten auf wie daraus neue Benefits für Kunden entstehen.

01:28:46: und dass ist sozusagen der Kontinent die zweite große Ebene oder das zweite große Spielfeld was wir sehen, wo KI natürlich auch eine ganz große Rolle spielt.

01:28:58: Bei uns in dieser KI-Forschungsgruppe, in der wir uns hier bewegen, wir beschäftigen uns vor allen Dingen mit der Frage wie die künstliche Intelligenz das wissenschaftliche Arbeiten in der Forschung und in der Lehre aber auch in der Gestaltung von Hochschulen also den Missenschaftssystem sich niederschlägt.

01:29:16: ganz besonders betrifft dass natürlich die generative künstlich Intelligenzen die sich auf ganz handwerklicher Ebene beim Schreiben von Texten, beim Vorbereiten von Lehrinhalten auch vielleicht bei der Entwicklung von Strategiepapieren und ähnlichen Dokumenten eben anbietet.

01:29:33: Es ist aber zwiespältig.

01:29:35: es gibt auch in der Wissenschaft zunehmend Unruhe und auch eine Unsicherheit wie man mit diesen Modellen verfahren sollte, sollte man sie nicht gleich ganz außen vorlassen, sollte ein wenig wieder neu inspirieren, ja berauschen lassen von der natürlichen Kraft des Geistes.

01:29:57: In der Unternehmenswelt scheinen die Dinge von außen gesehen ein wenig anders zu liegen.

01:30:03: hier wird auch spekuliert und wird versucht die künstliche Intelligenz sich eher dazu bedienen um Kommunikationsprozesse zu beschleunigen teilweise erheblich zu beschreunigen dadurch auch menschliche Arbeitskraft anders einzusetzen.

01:30:21: Siehst du eine kritische Entwicklung auch im Bereich der Wirtschaft, wenn gleich die Wirtschaft nicht wie das System der Wissenschaft vom Wahrheits- und Originalitätsanspruch in Teilen der Geistes- und Sozialwissenschaften, würde ich auch sagen getrieben ist von einer gewissen Sprachestätik?

01:30:44: Ich würde auch meinen Nicht ohne Recht.

01:30:47: siehst du dennoch auch in der wirtschaft kritische entwicklung oder muss man mehr oder weniger sagen das wird auf eine verschiedene Ja, verschiedene Entwicklungen hinauslaufen?

01:30:59: die wissenschaft wird darum bringen müssen so würde ich dass gegenwärtig sehen ihre originalität durch menschliche natürliche Intellektualität auch zu halten während man in der Wirtschaft aus kosten gründen und aus vereinfachungsgründen und auch mit berechtigten Standardisierungsansprüchen, die man dort eben hat.

01:31:21: Gleichförmig gute Leistung unabhängig von allzu kreativen Überformungen.

01:31:27: gibt es auch so etwas wie Skepsis und Irritation in einem großen Unternehmen dass die Leute zwar sagen naja es ist zwar schneller es wird dadurch einfacher aber ein bisschen drohen wir auch unsere originäre Arbeitskraft vielleicht an der einen oder anderen Stelle zu verlieren.

01:31:47: Ist das eine hypothetische Diskussion, die Wissenschaftler sich so vorstellen wenn sie an die Wirtschaft denken?

01:31:54: Oder kann man diese leichte Irritation dieses Skepsis auch in einem großen Unternehmen wahrnehmen?

01:32:02: Ja die ist ganz real.

01:32:04: also die ist faktisch real mich und nicht nur mich, die bewegt uns im Unternehmen.

01:32:09: Und mit unseren, wir haben ja auch Kooperationspartner in verschiedensten Umgebungen natürlich wissenschaftlich.

01:32:15: Das bewegt es uns jeden Tag!

01:32:17: Ich glaube also eine Sache möchte ich hervorheben – die technischen Möglichkeiten steigen exponentiell.

01:32:25: Die Arten wie wir uns daran anpassen und Unternehmen und Organisation bestehen nun mal und werden auch weiterhin aus Menschen bestehen.

01:32:35: Diese Anpassungsfähigkeit hat, sage ich mal so eine Art Sättigungszustand auch schon erreicht.

01:32:40: und da sind wir wieder bei diesem Thema.

01:32:43: oder deiner Frage an mich.

01:32:45: Ist das fühlst du dich überfordert?

01:32:47: Und das ist tatsächlich so.

01:32:49: wie sind als Menschen für bestimmte Dinge hervorragend geeignet und besser?

01:32:54: Stichwort Bewusstsein, Empfindung, Empathie und so weiter.

01:32:57: Und zwar die echte nicht die simulierte.

01:33:00: das sind Dinge die uns auszeichnen und die kollidieren mit diesen Systemen.

01:33:04: um ein Beispiel zu geben Microsoft wählt die technischen Möglichkeiten heutzutage, reichen ja weit über Online-Meetings hinaus und die Rekorden.

01:33:15: Und dann in zehn Sprachen wiedergeben in Echtzeit das verändert ja die Arbeitsweisen.

01:33:20: also die Ablagen sind andere.

01:33:23: ich kann meine ganzen Unterlagen hochladen in einen Arbeitsordner auf den alle in Echzeit zugreifen können an dem aller arbeiten können.

01:33:31: Das sind alles tolle Sachen vom Prinzip her aber die erfordern eine Eingleichung der Arbeitsweise von allen Beteiligten und die ist, das ist eine Illusion.

01:33:40: Das ist einfach... Die einen sind Native Digital Natives, die anderen sind wie ich keine.

01:33:45: Und allein das führt ja schon zu Spannungen.

01:33:48: und Ich glaube die Diskussion um diese ganzen Technologien, die fängt gerade erst an und ich glaube wir sind immer noch in diesem und da schließt sich der Kreis auch zum MIT-I.

01:33:59: Da war auch schon Google da und geboren.

01:34:04: Ich habe mich schon gesagt, wann fangen Politiker an mal das ein bisschen zu kanalisieren.

01:34:10: Und wir sind immer noch in diesem Film unterwegs aus den verschiedensten Gründen und Wir müssen uns als Menschheit fragen und dazu gehören Unternehmen genauso wie Universitäten Wie wollen wir das denn eigentlich haben?

01:34:24: Nicht was wird uns auflizenziert von dritten im wahrsten des Wortes, sondern wie wollen wir unser Geschäft?

01:34:31: Wie wollen wir unsere Unternehmen und unsere Organisationen... Und du hast es für den angesprochen.

01:34:35: Organisationen ob Universität oder Unternehmen so sehr unterscheidet sich das dann an manchen Stellen gar nicht in der Binnenkommunikation, in den Arbeitsweisen, wie die Rollen gelebt werden.

01:34:45: Es gibt überall Hierarchien, Strukturen, interne Kunden, externe Kunden.

01:34:49: Die Produkte sind unterschiedlich.

01:34:51: Im Universitäten-Unfeld sind das Paper Studenten und Doktoranden, was auch immer.

01:34:57: Und das ist jetzt eine sehr formalistische Betrachtung aber ich will darauf hinaus dass die Probleme ähnliche sind und ja Ich beschäftige mich in meiner Arbeit jeden Tag mit diesen Fragen und als Entscheider bin ich natürlich auch aufgerufen eine Entscheidung Entschiedung zu treffen.

01:35:13: Das heißt wir machen es so und eben nicht Die andere Möglichkeiten.

01:35:17: das Problem ist Gerade auch mit den KI-Tools.

01:35:20: Das hat sich ja noch mal potenziert, mit den Möglichkeiten was man alles machen kann und das macht es umso wichtiger dass wir uns in der Führungsarbeit und in der Gemeinschaft einig werden was wir eigentlich wollen warum wir es wollen und für welchen Zweck.

01:35:36: Und diese Arbeit die wird ums auf einen Punkt zu bringen immer aufwendiger und immer wichtiger und Diese Arbeit kann keine Maschine leisten!

01:35:46: Das ist genuin menschliche Arbeit Diese Arbeit wird uns die nächsten Jahrzehnte beschäftigen.

01:35:54: Das ist einerseits sehr faszinierend, aber ich komme wieder zurück auf deine zwei Seiten der Medaille und auch immer sehr verwirrend weil es sehr komplex ist und weil die Folgen oft sehr komplex sind.

01:36:05: also ein einfaches Tool kann zu einer völligen Veränderung der Arbeitsweise führen.

01:36:10: Stichwort Videokonferenzen haben dazu geführt dass sich die Arbeitswelt völlig ändert.

01:36:16: Home Office führt zu völlig neuen Fragestellungen und Problematiken in Organisationen, weil die einen sind vor Ort.

01:36:25: Die anderen sind nicht vor Ort und in einem produzierenden Gewerbe ist natürlich auch klar dass sie die produzierend irgendwas physisch arbeiten nicht im Home Office sitzen können.

01:36:35: also das sozusagen um das bildlich zusammenzufassen.

01:36:48: nicht ganz planvolle Errungenschaft gewesen.

01:36:52: Wir alle waren überrascht, als es auf einmal da war.

01:36:55: Inzwischen könnte man fast meinen erstaunlich wie schnell wir uns daran gewöhnt haben und vielleicht auch ein bisschen irritierend.

01:37:05: die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte können wir heute nicht wissen, nicht kennen.

01:37:10: Es gibt in der KI Forschung unterschiedliche Auffassungen dazu von der Annahme, dass man sich jetzt auf einem Level bewegt bei dem nicht allzu große Fortschritt in den nächsten Jahren unbedingt zu erwarten sind bis hin zur Überlegung das die generalisierte künstliche Intelligenz starke künstlichen Intelligenzen in Form von bewusstseinsförmigeren Strukturen erreicht werden könnte.

01:37:41: Du bist von Hause aus Chemiker Naturwissenschaftler nicht weit weg von den Physikern.

01:37:49: und auch das Gehirn ist ja mehr als nur die Frage, wie der Geist sich eben in philosophischer Vorstellung manifestiert.

01:37:59: Es ist auch eine physikalisch chemische Beschaffenheit, die dort man feststellen kann erforschen kann.

01:38:09: Hältst du dieses Szenario in Richtung einer sich selbst erzeugenden, selbst fortsetzenden, selbsterhaltenden mit eigenen Intentionen beschaffenen künstlichen Intelligenz die man dann vielleicht gar nicht mehr Künstliche Intelligenze in der heutigen Form nennen könnte.

01:38:30: Hättest du so etwas für Science Fiction oder gehörst Du auch zum wachsenden Klub jener die sich nicht mehr so ganz sicher sind?

01:38:43: könnte der Naturwissenschaftler dazu uns etwas noch sagen, wie er die Dinge betrachtet.

01:38:50: Gerne!

01:38:50: Ich gehe da auch wieder ins Jahr zwei tausendzwei.

01:38:54: Da hat der Ray Kurzweil am MIT einen Preis bekommen für sein Lebenswerk.

01:39:00: Der hat unter anderem den Zündfelsalzer erfunden und ein paar andere tolle Dinge.

01:39:08: Transhumanisten, ja also die Leute die sagen von dem kommt der Begriff auch dieser Singularität dass irgendwann Menschen Maschine verschmelzen werden und das dieser Zeitpunkt gar nicht mehr so weit entfernt ist.

01:39:19: Und ich will jetzt da gar nicht spekulieren und auf dieses Szenario genau eingehen aber ich wollte mal den Bogen spannen weil auch dieses Phänomen irgendwie mich begleitet in diesem Zeitraum den wir gerade beleuchtet haben seit Nine Eleven.

01:39:35: Es ist tatsächlich verblüffend was Ich beobachtet habe und das MIT war nun mal auch der Ausgangspunkt vieler dieser Robotik-Geschichten.

01:39:44: Marvin Minsky waren in den fünften Jahren, also der Vater der KI, der modernen KI war am MIT, der Norbert Wiener, der den Begriff Kubernetik geprägt hat, war auch im MIT.

01:39:54: Also diese ganzen Korrifären der letzten seventy fünf Jahre viele davon kommen aus dieser Linie, diesem Hause.

01:40:02: Und was ich gelernt hab ist seit meiner Kindheitsschachcomputerzeit.

01:40:07: Es ist verblüffend, wie schnell bestimmte Dinge tatsächlich übertroffen werden im Sinne von KI.

01:40:14: Also Garry Kasparov hat dann fünfzehn Jahre später gegen den Schachcomputer verloren und als ich Kind war und das diskutiert wurde haben sich die Leute die Köpfe heiß geredet.

01:40:25: Die einen gesagt es wird nie passieren, die anderen ja vielleicht in dreißig Jahren.

01:40:28: dann fünf zehn Jahre später war es soweit Sehen wir ja jetzt wieder so eine beschleunigte Version dieses Films.

01:40:35: Faszinierende Entwicklungen, nicht nur LLM auch die Vorhersagbarkeit von Proteinfaltung also Dinge, die Menschen einfach nicht können.

01:40:43: aufgrund ihrer Talente und Ausprägung kann die Maschine mittlerweile mühelos bewältigen.

01:40:48: Und das ist fasziniend.

01:40:50: Das selbe Thema bei GO hieß es auch vor fünfzehn Jahren noch niemals oder vor zwanzig Jahren wird der Go-Weltmeister besiegt und dann war's soweit als Naturwissenschaftler Nicht nur als Naturwissenschaftler.

01:41:03: Ich glaube, ich muss da alles zusammennehmen was sich in meinem Leben bisher gesehen und gehört und verarbeitet habe Und dazu gehört auch der naturwissenschaftliche Teil.

01:41:14: Ich Glaube das interessante Thema ist das Thema Bewusstsein.

01:41:19: zum einen also die Maschinen die vorgeben Bewusstseins zu haben sind eine Sache.

01:41:23: aber ich rede jetzt wirklich von bewusst sein wie wir es verstehen.

01:41:26: Da sehe ich eine grundsätzliche Grenze.

01:41:30: Auch jetzt wird es eher philosophisch im Sinne der Intentionalität, im Sinne von Schmerz, in dem Sinne von Endlichkeit des menschlichen Lebens.

01:41:40: Alle diese Dinge tragen ja zu unserem Wesen bei und machen uns zum Menschen.

01:41:45: Das was wir jetzt von Maschinen sehen ist ja etwas ganz anderes.

01:41:50: da kann ich als Naturwissenschaftler sagen das wird auch so bleiben.

01:41:55: Zwei Welten, die Menschen versuchen die zwei Welten auch irgendwie zu verschmelzen.

01:42:01: Stichwort wieder Singularität, Cyborg.

01:42:03: was auch immer Ich persönlich in dieser sehr interessanten Zeit also wir hatten vor zwei Wochen auf dem Economist genau diesen Titel zu diesem Thema Auf dem Titelblatt Frage nach dem Bewusstsein ich glaube dass bestimmte Dinge grundlegend auf diesem Gebiet nicht möglich sind.

01:42:23: Und das ist gar nicht wertend, also es ist nicht schlecht oder gut ich glaube die Maschinen werden uns in allen Bereichen leistungsmäßig übertreffen aber bestimmte Bereiche sind diesen System verschlossen und es sind Systeme... Tatsächlich eine MIT-Konferenz, Onlinekonferenz vor kurzem mitgemacht.

01:42:44: Da hat jemand von Advanced Automation gesprochen.

01:42:47: also es sind ja auch Begrifflichkeiten.

01:42:49: das Anthropomor für dieses Begriffes KI ist schon problematisch.

01:42:53: ums Kurz zu machen der Mensch bleibt und isst und Lebewesen im weiteren Sinne.

01:42:59: also ich schließe da auch Tiere mit ein bleiben besonders und das nachzubilden, nachzubauen mit über Silizium und ähnliche Dinge da sind Grenzen gesetzt.

01:44:09: Zum Abschluss unseres Gespräches würde ich ganz gerne auch auf den Abschluss deines Buchers noch einmal zu sprechen kommen.

01:44:16: am Ende des Nachworts Du erwähnst erinnerst dass nach Amerika gereist ist, um dort, in den USA zu veröffentlichen.

01:44:36: Du bist im August, also etwa ein Hundert-Siebzig Jahre später als achtundzwanzigjähriger Forscher nach Boston gezogen und hast dort dann begonnen zu forschen aber auch zwei interessante Phasen der jüngsten amerikanischen Geschichte hautnah miterlebt.

01:45:02: Und am Ende des Buches, da schreibst du, falls sie es bis hierher geschafft haben liegt eine Tour de force hinter ihnen ein Trip auch im wörtlichen Sinne aber nicht nur durch den Facettenreichtum eines faszinierenden Landes das in einem ständigen Krieg mit sich selbst lebt einen Krieg für uns alle und für unsere Nachwelt.

01:45:25: Und am Ende steht für mich persönlich eine tiefe Überzeugung, tatsächlich alles scheint irgendwie mit allem verbunden und führt immer wieder zum selben Punkt.

01:45:36: allerdings ich bin nicht Tokwil aber uns eint über die Zeit von bald zweihundert Jahren die einfache Frage was wirklich ist Amerika?

01:45:48: Gerdo Nordmann!

01:45:49: Was war noch

01:45:51: Amerika?!

01:45:53: Wenn wir in die Gegenwart schauen, wir befinden uns jetzt zwei Monate vor den Midterms der Präsidentschaft Deutsch-Rams II.

01:46:03: Wir wollen nicht zu tagespolitisch werden aber diese Frage drängt sich doch auch mit dem Abstand jetzt ja von sieben Jahren nach der Veröffentlichung des Buchs wahrscheinlich umso mehr auf.

01:46:19: was war?

01:46:20: Was ist noch Amerika?

01:46:23: Im Grunde das was es immer war, also die founding fathers haben ja da etwas auch aufgeschrieben und unterschrieben.

01:46:31: Was ich jetzt gar nicht wörtlich zitieren kann aber sinngemäß Es ist halt ein nennst mal mit meinen eigenen Worten ein Projekt Ein Riesenprojekt Mit dem Ziel der Glücksseligkeit Auf Erden Und Das steht halt nach Zweihundert Jahren Da Wo's Jetzt Steht und Ich Glaube unter Dem Blickwinkel sieht das Thema mit Terms vielleicht auch nochmal anders aus, wenn ich jetzt so drüber nachdenke.

01:47:00: Aber das ist für mich tatsächlich Amerika unterscheidet sich von allen Nationen eben dadurch dass es nicht allen aber fast allen tatsächlich ein Land ist was von Einwanderern gegründet wurde Auch wenn Ureinwohner wie wir wissen da immer noch leben und gelebt haben und entsprechende Konflikte entstanden sind.

01:47:24: Aber dieses experimentelle und offene dieses Landes, das ist das Faszinierende aber auch die Crux weil eben auch keiner sagen kann und keiner vorausgesagt hätte vor fünf zwanzig Jahren wo die Reise so schnell hingehen kann.

01:47:42: Im Vorfeld dieses Gespräches war uns bewusst dass würde eine ziemliche Tour werden, dass wir durch politische gesellschaftliche amerikanische fragen uns bewegen, dass wir technologie und KI natürlich auch in diesem podcast besprechen wollen das der elfte september.

01:48:05: Und wendepunkte uns beschäftigen werden.

01:48:09: ich glaube und finde ja dass wir es vielleicht nicht ganz schlecht hinbekommen haben.

01:48:15: für mich jedenfalls war es ein sehr ansägendes gespräch ist hat mich sehr gefreut auf diese verschiedenen Stationen zu schauen und ich denke man kann noch einmal sagen, dieses Buch ist wirklich der lektüre Wert.

01:48:31: Und ich möchte mich für unseren Podcast sehr herzlich bedanken dass du dir die Zeit genommen hast zwischen all den Projekten die im Unternehmen anstehen in einer auch turbulenten wirtschaftlichen Zeit hier ein wenig dich einzulassen auf dieses Format in einem Spezial, das persönliche Facetten berührt und gesellschaftliche technologische Facetten.

01:48:55: Ganz herzlichen Dank für den Besuch heute und die Zeit!

01:48:58: Vielen dank für die Einladung!

01:49:00: Das war der Podcast Kinaut mit dem Manager unvermovierten Naturwissenschaftler Gero Nordmann.

01:49:08: Wir haben gesprochen über den elften September über Entwicklungen in den USA in fünfundzwanzig Jahren Technologieentwicklung, Veränderung, Transformation und künstliche Intelligenz.

01:49:22: eine ganze Bandbreite sicher.

01:49:25: Aber vielleicht auch für diesen Podcast

01:49:29: einmal

01:49:29: eine ganz interessante Form.

01:49:32: Keynote ist zu hören weiterhin auf YouTube, auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

01:49:39: Wir freuen uns natürlich über Teilen, über Weiterempfehlen wenn sie sehr bald wieder dabei sind.

01:49:47: Guten Abend!

01:49:49: Ja, jetzt haben wir es geschafft.

01:49:52: Ja der ist.

01:49:52: das war tatsächlich ein wilder Ritt wie vorher gesehen.

01:49:56: Sie hörten die Sendung Amerika im Auge des Sturms einen Keynote-Spezial zu Nine Eleven mit dem Manager und promovierten

01:50:04: Chemiker Gero

01:50:05: Nordmann.

01:50:06: Keynote erscheint auf

01:50:07: www.keyvitminusprojekt.de

01:50:11: Auf YouTube und auf allen gängigen Podcastplattformen.

01:50:14: Regelmäßige Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise der Forschungsgruppe gibt es auch auf LinkedIn.

01:50:21: Für Feedback, Anregungen und Vorschläge schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an www.forschungsgruppen.qwidatuni-oldenburg.de.

01:50:33: Moderation und Redaktion dieser Folge warst ihr Schütz und Jonathan Wilhelm Sprecherin Nicole Geier Projektassistenz Manuela Alben Eine Produktion der Forschungsgruppe Kiewit im Jahr zwodausend sechsundzwanzig.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.